SGSW fand in Wiesloch keine Bindung zum Spiel

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SG Stutensee-Weingarten
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Badenliga Männer

TSG Wiesloch : SG Stutensee-Weingarten   29:23    (16:11)

Vom Anpfiff weg spürten die mitgereisten Anhänger der SG Stutensee-Weingarten, dass es an diesem Abend anders verlaufen würde, als acht Tage zuvor in Hockenheim. Weder Torhüter Marius Gabel noch seine Vorderleute fanden einen richtigen Zugriff auf die Partie und traten mit einer 29:23 Niederlage die Heimreise an.

Obwohl die TSG Wiesloch nach der deftigen Klatsche in Knielingen sichtlich motiviert, aber auch sehr nervös, in die Begegnung starteten, konnten die Gäste keinen Nutzen daraus ziehen. Ab der fünften Minute zogen die Hausherren erstmals drei Tore weg und hatten dies vor allem dem sehr aufmerksamen Torhüter Sebastian Sauter zu verdanken. Die Sauter-Brüder waren ohnehin die treibenden Kräfte bei der TSG und erhielten sehr viel Unterstützung von Kapitän Jonas Ruß. Die eben genannten Akteure schufen auch die Grundlage, dass die Truppe von Trainer Andrei Burlakin bis Mitte der ersten Halbzeit einem 12:6 Rückstand hinterherjagen musste. „Im Gegensatz zu Hockenheim fehlte unserem Deckungsverband die Geschlossenheit. Wir machten es unserem Torhüter zu schwer ins Spiel zu kommen,“ bilanzierte der Trainer nach Spielende. 

An diesem Abend waren selbst acht Tore von Max Weickum zu wenig (Foto: cls)

Die vielen Lücken in der Abwehr der SGSW entstanden offensichtlich durch das Fehlen von Mittelmann Marvin Morlock. Johannes Milbich agierte ohne seinen etatmäßigen Partner ebenfalls unsicherer und strahlte nicht die Souveränität aus wie am ersten Spieltag. Aus der verunsicherten Abwehr gelangen natürlich keine schnellen Gegenstöße, so dass auch diese Waffe stumpf blieb. Im Systemaufbau schlichen sich im Angriff immer mehr technische Unsicherheiten ein und führten dazu, dass die Gäste bis zur Pause teilweise mit sieben Treffer in Rückstand gerieten. Erst in der Schlussphase gelang eine Ergebniskorrektur durch Milbich und Nico Schneider, der Sekunden vor dem Signal den Halbzeitstand von 16:11 herstellte.

Nach Wiederanpfiff erwischte die Burlakin Sieben ihre beste Phase, vor allem auch weil Torhüter Pascal Duck zweimal gegen Kapitän Ruß siegreich agierte. Max Weickum und Spielmacher Stefan Jochim verkürzten mit zwei Einzelaktionen auf 16:13. Linksaußen Schneider weckte bei den SG-Fans die Hoffnung, dass an diesem Abend doch noch etwas zu holen wäre. Nach einem Steal seines Kameraden Jochim enteilte Schneider der Abwehr der Hausherren und verkürzte auf 16:14. Rückraumschütze Kevin Körner verpasste dem Burlakin Team aber sofort wieder einen Dämpfer und netzte zum 17:14 ein. Der Stachel saß tief und leitete erneut eine Reihe von technischen Fehlern ein. Die Kurpfälzer bedankten sich für die Geschenke und erhöhten auf 19:14. Die Gastgeber schalteten vor allem in der Deckung einen Gang höher und wurden immer wieder mit Zeitstrafen belegt, die aber den in schwarzen Trikots angetretenen Gäste nicht zum Vorteil gereichten. Als Körner für zwei Minuten auf die Bank musste, kassierte die SGSW in Überzahl einen 0:2 Lauf. Mitte der zweiten Hälfte war beim Zwischenstand von 23:17 die Messe eigentlich schon gelesen. Trainer Burlakin gab fortan seinen jungen Athleten, die noch in der A-Jugend auflaufen dürfen, Einsatzzeiten, die diese wie schon in Hockenheim mutig interpretierten. Mit viel Einsatz, den man in der Schlussphase bei den Gästen sicher erkennen konnte, hielt das Team aus der Hardt die Niederlage mit 29:23 dann doch noch in Grenzen.

Die TSG Abwehr hatte die gegnerischen Angreifer fest im Griff (Foto: cls)

„Mit dieser Leistung hätten wir auch in Hockenheim verloren. Unsere Abwehr fand vor allen gegen den Rückraum der TSG und Linksaußen Sauter kein Mittel. Im Angriff unterliefen uns zu viele technische Fehler. Mit dreizehn verpassten Chancen war der Rückstand dann unvermeidlich. Jetzt müssen wir uns auf das erste Heimspiel gegen den TV Hardheim konzentrieren,“ war ein ziemlich unzufriedener Trainer Burlakin nach dem Schlusspfiff zum Gespräch gekommen. 

Für die TSG spielten:

Sebastian Sauter, David Böhler – Jonas Ruß (8), Simon van de Lochte (1), Luca Baust, Tim Marischler, Julian Ebbecke, Jonas Dutzi (1), Michel Sauter, Florian Sauter (8), Kevin Kleinlagel (2), Kevin Körner (7), Sebastian Hecker, Ole Leitner (2)

Für die SGSW spielten:

Marius Gabel, Pascal Duck – Nico Schneider (5/1), David Luis Cara, Marvin Maurer (2), Sebastian Walde, Max Weickum (8), Phillip Albers, Dustyn Haak, Stefan Jochim (2), Kevin Reich (2), Jens Lengert, Johannes Milbich (4)