Erste Heimniederlage für Werling-Sieben

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TV Knielingen
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Knielinger Angriffsspiel bringt zu wenige Treffer

Karlsruhe. Gegen die Reserve des Drittligisten SG Pforzheim/Eutingen verlor Badenligist TV Knielingen in eigener Halle mit 23:29 (14:13). Dabei blieb man zum zweiten Mal in Folge unter der Marke von 25 erzielten Toren.

Am Ende wurde es deutlich. Mit sechs Toren Differenz unterlagen die Karlsruher unerwartet hoch. In der ersten Spielhälfte war das so noch nicht vorhersehbar. Knappe Spielstände mit stetig wechselnder Führung waren da auf der Anzeigetafel abzulesen. Nach 20 Spielminuten setzten sich die Knielinger erstmals mit vier Treffern ab (12:8). Möglichkeiten noch deutlicher weg zu ziehen ließen die Gastgeber, die früh auf die 6:0-Abwehrvariante umgestellt hatten, allerdings im Angriff aus. Das nutzten die Gäste aus der Goldstadt ihrerseits, um bis zur Pause auf ein Tor heran zu kommen. (14:13),

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erzielten die Knielinger zwar den ersten Treffer, danach gerieten sie aber immer mehr in Schwierigkeiten. Nach 35 Minuten waren sie mit 15:16 in Rückstand. Das Angriffsspiel brachte nicht die Durchschlagskraft zu Stande, die sich Spielertrainer Jochen Werling von seiner Sieben wünscht. Erschwerend kam hinzu, dass der TVK zwischen der 33. Und 47. Spielminute von den Schiedsrichtern mit fünf Zeitstrafen bedacht wurde. Zudem verletzte sich in dieser schwierigen Phase auch noch Spielmacher Jochen Rabsch, was die Möglichkeiten von Trainer Jochen Werling weiter einschränkte. Bereits in der 42. Minute kassierte Dennis Estedt eine umstrittene dritte Zeitstrafe und sah damit rot. Kurze Zeit später lagen die Knielinger mit vier Toren hinten (19:23), was aufgrund der prekären Knielinger Personalsituation einer Vorentscheidung gleich kam. Die lange Zeit in Unterzahl machte sich bei den Männern in Gelb und Schwarz, neben einer ungenügenden Wurfausbeute im Angriff, für die restliche Spielzeit unübersehbar bemerkbar. Nach der Niederlage in Hardheim verloren die Knielinger das zweite Spiel in Serie und besonders schmerzlich in eigener Halle.

Jochen Werling beklagte die Umstände der Heimniederlage: „In der ersten Halbzeit sah es gar nicht so schlecht für uns aus. Wir haben uns aber auch schon da gegen die Pforzeimer Abwehr sehr schwer getan. Leider haben wir es nicht geschafft uns bis zur Pause deutlicher abzusetzen. Dann waren wir etwa 15 Minuten immer in Unterzahl und es kam wie es kommen musste. Insgesamt hat uns aus dem Rückraum die Durchschlagskraft gefehlt und wir habe kaum leichte Tore erzielt. 23 Tore sind einige zu wenig. Dass wir das Spiel so deutlich verlieren ärgert mich schon.“ Aufgrund der Verletzungssituation hat er aktuell keine optimalen Arbeitsbedingungen. Folgerichtig erklärt er: „Wir sind im Moment dünn besetzt. Das wird sich kurzfristig nicht ändern. Aber da müssen wir durch und uns selber wieder heraus ziehen. Am besten schon im nächsten Spiel in Plankstadt. Da muss die Abwehr wieder funktionieren und wir müssen schauen, dass wir wieder über 25 Tore kommen. Dann fällt es leichter die Spiele auch zu gewinnen.“

Felix Wald erwies sich erneut als sehr treffsicher und steuerte sechs Tore bei (Foto: Andreas Arndt)

Aufstellung TV Knielingen:

Pascal Fuchs (Tor), Lucas Zanki (Tor), Felix Wald (6/3), Benny Borrmann (3), Robin Hörsting (5), Jochen Werling, Phillip Ast (2), Dennis Estedt (1), Tim Kusterer (1), Kornej Tjart (1), Jochen Rabsch (3),  Lukas Metzger (1), Felix Erdmann.

Zum nächsten Auswärtsspiel fahren die Knielinger bereits am Samstag nach Plankstadt (17 Uhr, Mehrzweckhalle). Für die Gastgeber gab es in den ersten vier Saisonspielen nur Niederlagen. Zu gerne würden auch die Knielinger die Punkte mitnehmen. Ein „Aufbaugegner“ ist die Mannschaft aus dem Rhein-Neckar-Kreis aber bei Leibe nicht. Mit einer besseren Wurfausbeute und einer stabileren Defensive wollen die Knielinger erstmals in der laufenden Saison auch auswärts Punkten.