Das Badenligateam der SGSW schaffte endlich den ersten Sieg

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Badenliga Herren

SG Stutensee-Weingarten – TSG Plankstadt     27:24       (15:12)

Der erste doppelte Punktgewinn der SG Stutensee-Weingarten war ein besonderes Geburtstagsgeschenk für Rückraumstratege Marvin Morlock, der zu diesem Ereignis selbst sieben Treffer beisteuerte. Spieler, Mannschaftverantwortliche und Fans feierten ausgelassen den 27:24 Heimsieg gegen die TSG Plankstadt. Angeführt von Spielmacher Stefan Jochim steigerte sich die Sieben von Trainer Steffen Bechtler deutlich gegenüber der Auswärtspleite beim Titelanwärter TSV Birkenau. 

Marvin Morlock wartete an seinem Geburtstag sowohl in der Abwehr als auch im Angriff mit einer vorzüglichen Leistung auf (Foto: cls)

Der Coach der SGSW war nach sechzig Minuten sichtlich erleichtert: „Zum ersten Mal haben wir es geschafft in Abwehr und Angriff gleichermaßen eine stabile Leistung auf die Platte zu bringen. In den acht Phasen, in denen wir wegen Zeitstrafen in Unterzahl agieren mussten, haben wir uns gut aus der Affäre gezogen. Auf diesem Sieg wollen wir nun aufbauen.“

In der vergangenen Saison zogen die Bechtler Schützlinge zweimal den Kürzeren und wollten dies nun in der neuen Runde tunlichst vermeiden. Mit Nils Pollmer und Geburtstagskind Morlock im Mittelblock gelang es den Hausherren den starken Rückraum der Kurpfälzer nach einer ausgeglichenen Anfangsphase immer mehr in den Griff zu bekommen. Die beiden Deckungsspezialisten schafften es in beiden Hälften, ihre Abwehr geschlossen zu Werke gehen zu lassen. Nach der zehnten Minute eroberten Pollmer und seine Kameraden mit konsequenter Abwehrarbeit immer häufiger die Harzkugel und schalteten dann schnell auf Attacke um. Mit einem 6:0 Lauf setzten sich die Gastgeber auf 11:4 ab und strahlten dabei sehr viel Souveränität aus. Bis zum Pausensignal funktionierte das Abwehrbollwerk dann nicht mehr so effektiv, so dass die Gäste auf 15:12 verkürzen konnten.

Stefan Jochim war für die Kurpfälzer ein ständiger Unruhefaktor, der oft nur durch Foul zu bremsen war (Foto: cls)

Nach dem Wechsel arbeitete der Deckungsverband wieder geschlossener, so dass man die Schützlinge von Trainer Niels Eichhorn fast immer vier, fünf Tore auf Distanz halten konnte. Die Arbeit wurde jedoch dadurch erschwert, dass die beiden jungen Schiedsrichter häufig progressiv bestraften. Die insgesamt vierzehn Zeitstrafen lassen die Vermutung aufkommen, dass die Zuschauer eine unfaire Partie verfolgen mussten. Sieht man von einer unschönen Attacke von Nicolas Großhans Mitte der zweiten Hälfte ab, hielten sich die Spieler beider Teams weitgehend im normalen Rahmen.  Die Bestrafungen waren eindeutig überzogen. Die Gastgeber zogen in der Schlussphase noch einmal das Tempo an und erhöhten den Vorsprung zwei Minuten vor dem Schlusspfiff auf 27:21 und machten rechtzeitig den Sack zu. Steffen Bechtler war nur mit den abschließenden zwei Minuten etwas ungehalten, denn seine Jungs ließen die Zügel etwas schleifen und ermöglichten der TSG bis zum Ende die Ergebniskorrektur auf 27:24. 

Die SGSW war an diesem Abend über insgesamt fünfzig Minuten die dominierende Mannschaft, eben auch dann, wenn sie in Unterzahl agieren musste.  

Nils Pollmer rackerte in Angriff und Abwehr (Foto: cls)

Für die SGSW spielten: Marius Gabel, Pascal Duck. –  Kai Rudolf (7/1), Max Weickum (2), Justus Bieberstein, Stefan Joachim (2/1), Kevin Reich, Nils Pollmer (4), Marvin Morlock (7/2), Marvin Kikillus (5), Jens Lengert

Für die TSG spielten: Raul Lazaro Garcia, Marvin Roche – Tobias Priest (4), Julian Maier, Dario Tokur (6), Noah Schneider, Timo Munz (6), Nicolas Großhans (3), Axel Scheffel (1), Magnus Verlas, Dominic Stadler, Maximilian Denn (3), Marcus Dorschner (1)