Alles gegeben und doch verloren

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Die Drittligahandballer der Rhein-Neckar Löwen haben besten kämpferischen Einsatz an den Tag gelegt und mussten dennoch beim TSB Heilbronn-Horkheim eine 28:30 (12:13)-Niederlage einstecken. Es war die vierte Niederlage in Folge, so dass für das Heimspiel am Samstag (19 Uhr, Stadthalle Östringen) gegen den TV Hochdorf wieder ein Sieg angepeilt wird.
Die Guggenmusik „Kuhberg-Echos“ heizten die Stimmung vor dem Anpfiff in der Stauwehrhalle kräftig an, doch zunächst gab es eine Gedenkminute für die Oper der schrecklichen Bluttat in Hanau. Besonders emotional betroffen zeigte sich Philipp Ahouansou, der aus Hanau stammt und zu einem Teil der Opfer persönlichen Bezug hat.

Direkt mit dem Anpfiff ging es vor 520 Zuschauern intensiv zur Sache. Die Löwen packten in der Abwehr beherzt zu, daraus folgte aber auch der ein oder andere Siebenmeter. Dem Elan tat dies keinen Abbruch, denn die Gäste fanden gut in die Partie und lagen nach dem Treffer von Kaspar Veigel sogar mit 4:2 vorne (7.). Die Härte der Anfangsphase sorgte aber auch für eine blutende Lippe bei Veigel – Horkheims Führungsspieler Pierre Freudl sah dafür in der neunten Minute glatt „rot“.

Enger und intensiver Spielverlauf

Der Spielverlauf blieb dennoch intensiv, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die Führung wechselte mehrfach, absetzen konnte sich aber kein Team. So deutete auch das 13:12-Halbzeitergebnis auf eine umkämpfte Partie hin.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Trend fort. Bei den Hausherren konnte sich immer mehr Jannik Zerweck (insgesamt elf Tore) in die Trefferliste eintragen. Gut verteilt waren die Erfolgserlebnisse bei den Löwen, wobei Ahouansou am Ende mit sechs Toren bester Werfer bei den Gelbhemden war.

Partie bis zum Schluss offen

Die vorentscheidende Phase beginn in der 50. Minute, als sich der TSB zum ersten Mal mit drei Toren leicht absetzen konnte. Zerweck traf zum 26:23 (53.) und läutete damit die weiterhin umkämpfte Schlussphase ein. Abschütteln ließen sich die Löwen nämlich nicht. Angetrieben vom zahlreich mitgefahrenen Anhang verkürzte Mattes Meyer mit einem Siebenmeter zum 29:28 (58.).

Alles war nun wieder möglich, doch die wacker kämpfenden Gäste kamen zu keinem weiteren Torerfolg mehr. Dagegen räumte Michael Seiz mit dem 30. TSB-Treffer die letzten Zweifel am Horkheimer Heimsieg aus dem Weg.

Trainerstimmen

Die Statements von Michael Schweikardt (TSB HN-Horkheim) und Michel Abt (Rhein-Neckar Löwen)

Spielstatistik

TSB Heilbronn-Horkheim – Rhein-Neckar Löwen II 30:28 (13:12)

TSB: Grathwohl, Hölzl – Weißer (2), Gehrke (3), Reichert (3), Grosser, Fröhlich (1), Zeiler (2), Hess (3), Seiz (3/1), Freudl, Matusik, Zerweck (11/2), Bohnenstegel (2/1). Trainer: Schweikardt.

RNL: Gierse, Späth – Veigel (2), Schneibel (1), Hejny, Herbel, Ahouansou (6), Roth, Goto (1), Ganshorn (4), Shoji (3/1), Meyer (3/1), Damm (3), Cotic (1), Kessler (4). Trainer: Abt.

Schiedsrichter: Becker / Nickel

Zuschauer: 520 (Stauwehrhalle Heilbronn-Horkheim)

Siebenmeter: 6/4:4/2

Zeitstrafen: 4:6 Minuten

Disqualifikation: Freudl (9.)