Auch die Mädels der SGSW verschenkten am Wochenende beide Punkte

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SG Stutensee-Weingarten
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Verbandsliga Damen

SG Stutensee-Weingarten :  HSG St. Leon/Reilingen   22:23     (16:10)

 

(es) Sowohl die Herren eins wie auch die Damen eins können an diesem Wochenende von gebrauchten Spieltagen reden. Nachdem am Samstag die Mannschaft von Trainer Steffen Bechtler trotz deutlicher Führung bis zu 48. Minute gegen die SG Heidelsheim/Helmsheim noch beide Punkte abgeben musste, zogen am Sonntagabend die Mädels von Trainer Werner Weichselmann nach. Sie verspielten fast zeitgleich ebenso einen Vorsprung von sechs Treffern gegen die Reserve des BW-Oberligisten HSG St. Leon/Reilingen und standen nach der 22:23 Niederlage mit leeren Händen da.

Das Verbandsligateam der SGSW begann mit großem Elan und hoher Konzentration die Auseinandersetzung mit den Kurpfälzerinnen. Die Weichselmann Truppe lag nach zehn Minuten mit fünf Toren in Front und alles lief nach Plan. Dann trat das erste Problem auf, denn die Spielmacherin der Gäste, Tabea Ernst, war mit der gewählten Abwehrformation nicht zu halten, sodass sich Werner Weichselmann entschloss, sie kurz decken zu lassen. Die Rechnung ging auf und bis zur Halbzeit setzte sich die Spielgemeinschaft erneut deutlich ab. Mit einem beruhigenden Vorsprung von 16:10 gingen die Gastgeberinnen in die Pause.

 

In der Kabine besprachen Team und Übungsleiter die weitere Vorgehensweise und starteten voller Zuversicht in den zweiten Durchgang. Doch das HSG Team hatte seine Strategie für die zweite Halbzeit überarbeitet. Sie schafften es nach Wiederanpfiff immer wieder den Abwehrverbund mit fünf Spielerinnen zu düpieren, da die SGSW nicht kompakt auftrat. Die Schützlinge von Trainer Wolfgang Koch arbeiteten dann verbessert in der Rückwärtsbewegung und verhinderten damit oft die schnellen Gegenstöße der SG Mädels. Den Zuschauern bot sich ein ähnliches Bild wie zuletzt gegen Leimen. Der Tabellendritte aus Stutensee-Weingarten hatte zusehends Schwierigkeiten im Angriff. Die Versuche wurden zu schnell und überhastet abgeschlossen, die Mädels lieferten unsaubere Abspiele ab und eröffneten so den Gegnerinnen Chancen zu Kontern. Der Vorsprung schmolz langsam dahin, obwohl die Heimmannschaft immer wieder Tore nachlegen konnte. Zehn Minuten vor dem Ende war es dann soweit, die HSG kam beim 19:19 durch ihre erfolgreichste Werferin Ernst zum ersten Mal zum Gleichstand. Die Schlussphase entwickelte sich zum Kampf pur. Zu allem Unglück kassierten die Weichselmann Mädels ausgerechnet zum falschen Zeitpunkt noch eine Zeitstrafe und gerieten dadurch mit zwei Toren in Rückstand. Trotz aller taktischen Bemühungen erholte sich das Team davon nicht mehr und verlor recht unglücklich mit 22:23, ein Spiegelbild zum Herrenspiel am Vortag.

Werner Weichselmann bilanzierte nach Spielschluss: „Wir haben uns selbst geschlagen, da wir in der zweiten Halbzeit einfach keine Mittel mehr fanden, in die Nahtstellen der gegnerischen Abwehr zu gelangen. Auf der anderen Seite entblößten wird unsere Deckung und luden so zum Torewerfen ein. Sechs Treffer im zweiten Durchgang sind einfach zu wenig um eine Partie für sich zu entscheiden. In der nächsten Woche geht es nach Eggenstein und wenn wir nicht ganz schnell und ausgiebig aus unseren Fehlern lernen und bessere Strategien entwickeln, wird es dort sehr schwer. Die Begegnung beim Schlusslicht wird auf keinen Fall ein Selbstläufer.“

 

Für die SGSW spielten: Michelle Wehrum, Emilia Baumann (7/5), Kim Laura Fetzner (2), Julia Telatinski (2), Nina Leyerle, Selina Gerber, Lea Burkard (1), Lena Hofmann (2), Ramona Dinges, Laura Friedrich (4), Maja Pfannendörfer, Carolin Richter (1), Selina Haak (3)