Der Meister kam erst spät richtig in die Gänge und siegte dann souverän

 

HB:   Rhein-Neckar Löwen   :    HC Erlangen          33:22      (16:12)

 

Nach fast zwei Monaten durften sich die Löwen-Anhänger endlich wieder auf ein Heimspiel des Deutschen Meisters in Handball-Bundesliga freuen und kamen daher mit großen Erwartungen am Sonntagnachmittag in die SAP-Arena zum Aufeinandertreffen mit dem HC Erlangen. Die 8069 Zuschauer mussten sich aber über eine Viertelstunde gedulden, bis die Gelbhemden in die Erfolgsspur eingebogen waren. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Franken mit vier Toren in Front und ärgerten die Schützlinge von Trainer Nikolaj Jacobsen mehr als ihnen lieb war. Eine taktische Umstellung des Meistertrainers brachte dann seine Sieben aber richtig in Schwung. Nach sechzig Minuten verließen die Badener als 33:22 Sieger das Parkett. Der Erfolg kam wahrscheinlich für Kapitän Andy Schmid und seine Kollegen zur rechten Zeit, nachdem sie in zuletzt sich öfters mit Niederlagen befassen mussten.

Hendrik Pekeler war in Abwehr und Angriff ein wichtiger Faktor (Foto: cls)

In der Anfangsphase sah es aber gar nicht so aus, dass der Meister sofort wieder in die Erfolgsspur zurückfinden würde, wie es die Anhänger erhofft hatten. Dem Meister unterliefen immer wieder Fehler und er wirkte reichlich unkonzentriert. Die Gäste agierten in der Abwehr konsequent und nutzten die Fehler der Gastgeber zu schnellen Gegenangriffen über die erste oder zweite Welle. Trainer Jacobsen wurde zusehends an der Außenlinie unruhiger und versuchte Einfluss auf sein Team zu nehmen. Beim Stand von 5:9 für die Franken stellte der dänische Meistertrainer seine Abwehr um und brachte Filip Taleski für Mads Mensah Larsen. Seine Deckung agierte fortan in der 5:1 Formation mit Hendrik Pekeler an der Spitze. Ab diesem Zeitpunkt bekamen die Gelbhemden immer mehr Zugriff auf die Angreifer aus dem Frankenland. Bis zum Pausensignal ließen die Badener nur noch drei Treffer zu und versenkten ihrerseits die Harzkugel noch elf Mal im Gehäuse des HCE. Die Löwen hatten die Partie vollständig gedreht.

Nach dem Wechsel knüpften Schmid und seine Kameraden nahtlos an die zweite Viertelstunde an.  Sie hatten die erste Hälfte mit einem 3:0 Lauf beendet und legten einen weiteren 3:0 Lauf zum 19:12 drauf. Die Gastgeber hatten damit schon frühzeitig die Weichen auf Sieg gestellt. In der Folgezeit funktionierte auch die Achse zwischen Spielmacher Schmid und Kreisläufer Pekeler in gewohnter Manier. Der deutsche Nationalspieler verwertete die traumhaften Anspiele seines Kapitäns zu den Treffern zum 25:16 und 26:16. Bereits eine Viertelstunde vor dem Ende war die Begegnung entschieden und Trainer Jacobsen wechselte munter durch. In der Schlussphase bekam dann das Nachwuchstalent Maximilian Trost noch seinen ersten Einsatz in der HBL. Ihm gelang sogar noch sein erstes Tor in der höchsten deutschen Liga zum 33:21. Den Schlusspunkt setzte HC Kreisläufer Jonas Thümmler zum 33:22.

Gudjon Valur Sigurdssn wurde zum „Man of the Match“ (Foto: cls)

Die Löwen hoffen nun, dass sie die Leistung der letzten drei Viertel am kommenden Donnerstag im baden-württembergischen Derby gegen den TBV Stuttgart erneut auf die Platte bringen werden.

 

 

 

 

 

 

Für die Löwen spielten:  Mikael Appelgren, Andreas Palicka; Andy Schmid (4), Gudjon Valur Sigurdsson (11/5), Radivojevic (2), Rafael Baena (2), Jerry Tollbring, Maximilian Trost (1), Mads Mensah Larsen (2), Hendrik Pekeler (5), Patrick Groetzki (2), Harald Reinkind (2), Filip Taleski, Gedeon Guardiola, Alexander Petersson (2)

Für den HC spielten: Nikolas Katsigiannis, Gorazd Skof; Jonas  Link (1), Maximilian Lux (2), Michael Haaß (1), Nico Büdel (3),  Jonas Schletterer (1), Martin Stranovsky (3/2), Nikolai  Link (5), Sergej Gorpishin, Christoph Steinert (2), Jonas Thümmler (2), Andreas Schröder (2)

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