Die „Meenzer Dynamites“ in ihrer Torlaune nicht zu stoppen

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Kurpfalz Bären – TSV Mainz 05 33:40 (16:18)


Die Bären-Ladies halten lange mit, doch Mainz mit großer Treffsicherheit
In den vergangenen drei Saisons in der zweiten Bundesliga konnte Mainz 05 in der Ketscher Neurotthalle keinen einzigen Punkt holen. Jetzt aber entschieden sie die Partie der Bundesliga-Aufsteiger am Ende deutlich für sich. Noch zur Halbzeitpause waren die Fans der KURPFALZ BÄREN in einer sehr zuversichtlichen Stimmung, denn ihre Mannschaft hatte bis dahin gut gespielt und vor allem spielerisch überzeugen können. Auffällig aber war schon hier, dass die Gäste aus Mainz in der konsequenten Nutzung ihrer Torchancen zu überzeugen wussten. Diese Wurfqualität war letztendlich ausschlaggebend, dass die Dynamites vor 850 Zuschauern verdient ihren ersten Sieg in der Bundesliga feiern konnten.
Kate Schneider: „Wir haben alles probiert, es aber nicht geschafft, die Mainzer Torjägerinnen auszuschalten.“
In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Teams komplett auf Augenhöhe. Aus Ketscher Sicht war es vor allem Samira Brand, die als Spielmacherin die Akzente setzte. Trotz der 18 Gegentore machte Leonie Moormann im Bärentor gegen ihre ehemaligen Mitspielerinnen eine gute Figur. Aber auch sie konnte nicht verhindern, dass Larissa Platen, Alicia Soffel, Elisa Burkholder und Janka Bauer immer wieder für eine knappe Führung sorgten. Kate Schneider versuchte nach der Pause mit wechselnden Abwehrvarianten das Mainzer Torfestival in den Griff zu bekommen. Doch dies gelang nicht, da die Dynamites ihre Eins-gegen-Eins-Stärken ‒ zur Zufriedenheit von Trainer Thomas Zeitz ‒ voll zur Geltung bringen konnten.


Zu Beginn der zweiten Hälfte unterliefen den Bären zu viele Fehler
Nach der Pause traten die Mainzer Spielerinnen wesentlich selbstbewusster auf als die Bären-Ladies, denen in dieser Phase wenig gelang. Mainz zog mit 5 Toren davon (18:23). Auch wenn jetzt Carmen Moser mit einigen sehenswerten Treffern sich den Beifall der Bärenfans holte, gelang es nicht, den Mainzer Tordrang zu stoppen. Beim 22:29 eine Viertelstunde vor Schluss war allen Zuschauern klar, dass es an diesem Abend für die Mannschaft von Kate Schneider nichts zu holen geben würde. „Mainz hat uns über die gesamte Spielzeit unter Druck setzen können und uns auch nicht die Chance gelassen, den Vorsprung noch einmal aufholen. Daher mein Glückwunsch an Thomas Zeit, der Mainzer Sieg ist absolut verdient. Wir werden uns jetzt fragen müssen, warum wir in der Abwehr zu wenig Geschlossenheit gezeigt haben.“
Für die BÄREN spielten Leonie Moormann und Johanna Wiethoff im Tor, Samira Brand 5, Lea Marmodee, Saskia Fackel 6/1, Sina Michels 2, Lara Eckhardt 3/3, Anna Michl, Lena Feiniler, Cara Reuthal 1, Amelie Möllmann, Carmen Moser 9, Rebecca Engelhardt 3, Verena Oßwald 2, Elena Fabritz 2.
Für Mainz trafen am besten: Larissa Platen 10/4, Janka Bauer 8. Alicia Soffel 7, Elisa Burkholder 6.

Text: Pressebär
Fotos: Daniel Glaser