Den 2. Metropolregion Handball Cup gewinnen Bären und Löwen

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Zum zweiten Mal bekamen die Anhänger des Handballsports in Wiesloch hervorragende Spiele beim Metropolregion Cup geboten und erlebten zwei spannende Finalpartien. Sowohl bei der weiblichen wie auch der männlichen Jugend setzten sich die Mannschaften durch, die von vielen Experten auf dem ersten Rang erwartet worden waren. Die TSG Ketsch gewann bei den Mädchen gegen den Titelverteidiger TSG Friesenheim und anschließend behielten die B-Junioren der Rhein-Neckar Löwen in einem spannenden Finale die Oberhand gegen den Vorjahressieger SG Pforzheim/Eutingen.

Bereits am Samstag wurden die Qualifikationsturniere ausgetragen. Bei den Jungs wie auch den Mädchen nahmen jeweils vier Mannschaften aus der Region teil und zeigten auch da schon ein beachtliches Niveau. Bei den männlichen B-Junioren belegte die HG Oftersheim/Schwetzingen den ersten Rang und erwarb sich damit das Startrecht für das Turnier am Sonntag. Auf den Rängen folgten die HSG Dudenhofen/Schifferstadt, der TuS Griesheim und die Südpfalz Tigers. Bei den Mädchen qualifizierten sich die Bären der TSG Ketsch vor den Gastgebern der TSG Wiesloch, die damit am Sonntag ebenfalls am Hauptturnier teilnehmen durften. Auf den Rängen folgten die Teams des VTV Mundenheim und die Südpfalz Tigers.

Am Sonntag wurden die Begegnungen der Mädchen und Jungs dann im Wechsel durchgeführt, so dass die Anhänger aus beiden Lagern ständig Handball auf hohem Level erleben durften. Beim Turnier der männlichen Junioren trafen in der ersten Partie zwei Favoriten aufeinander, die auch das Finale des Turniers 2016 bestritten hatten. Die Rhein-Neckar Löwen setzten mit einem 9:6 Erfolg über den badischen Dauerrivalen SG Pforzheim/Eutingen gleich einmal ein positives Zeichen. Die beiden Kontrahenten sollten sich dann im Finale wiedersehen, denn die Enztäler holten sich sowohl gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen wie auch gegen die TSG Friesenheim beide Punkte. Die Junglöwen bezwangen in ihrem zweiten Einsatz den Nachwuchs der „Eulen“ Friesenheim und standen damit als erster Finalteilnehmer fest. Für die Kraichgauer war es dann bedeutungslos, dass sie gegen Oftersheim/Schwetzingen eine Niederlage hinnehmen mussten. Die Spargelstädter sicherten sich damit den dritten Rang, da sie gegen Friesenheim ein Unentschieden erzielt hatten und mit 3:3 Punkten vor den Pfälzern lagen.  In einem spannenden Endspiel gingen die Junglöwen früh in Führung und verteidigten diese bis zum Schlusspfiff. Sie erkämpften sich damit im zweiten Anlauf erstmals den Cup.

Bei den Mädchen zeigte Vorjahressieger TSG Friesenheim, dass sie auch in der Neuauflage des Cups wieder mitmischen wollten und besiegten in der ersten Partie den TSV Birkenau. Favorit Ketsch gab sich jedoch in allen Begegnungen keine Blöße und erreichte ungeschlagen das Finale. Die Pfälzer bezwangen nach der Niederlage gegen die Bären die B-Juniorinnen der TSG Wiesloch und trafen somit ein zweites Mal in diesem Turnier auf die TSG Ketsch. Die Mädels der Gastgeber eroberte mit einem Sieg gegen Birkenau dann noch den dritten Rang. In einem ebenfalls spannenden Finale bot der Vorjahressieger Friesenheim lange heftigen Wiederstand ehe sich die Bären letztendlich mit 12:9 durch setzten.

Zwischen den Turnierspielen boten die Gastgeber ein weiteres Highlight. Die inklusiven Handballer und Handballerinnen der „Wiesel“ Wiesloch zeigten mit Unterstützung von neun Ex-Profis ein Einlagespiel und begeisterten damit die inzwischen prall gefüllte Sporthalle. Weltmeister Andrej Klimovets, Holger Löhr, Marc Nagel, Uli Roth, André Bechtold und weitere bekannte Handballer aus der Metropolregion Rhein-Neckar setzten die Wiesel immer wieder toll in Szene, so dass diese mit viel Engagement und Begeisterung ihr Können entfalten konnten. Uli Roth war nach der Partie noch sichtlich bewegt von dem was er da gerade erlebt hatte: „Wenn man die Freude dieser Menschen spürt und miterlebt, da ist man froh, dass man dabei sein darf. Dass unser Handballsport so betrieben wird ist einfach toll.“ Holger Löhr fügte noch hinzu: „Es bewegt einem umso mehr, wenn man selbst dabei ist und dazu beitragen kann, bei diesen jungen Sportlern Glücksmomente zu erzeugen.“

 

Bei der Siegerehrung wurden auch noch einzelne Sportler ausgezeichnet. Die beiden Turniersieger hatten auch die besten Schützen in ihren Reihen: Maike Freitag von den Ketscher Bären erzielte 17 Treffer und Lennart Cotic von den Junglöwen steuerte 13 Tore bei. Die Trainer der teilnehmenden Teams wählten dann noch die besten Spieler und Torhüter. Bei den Mädels entschieden sie sich für die Spielerin Chiara Torn von der TSG Friesenheim und für die Torhüterin Lotte Reupert (TSG Wiesloch). Von der SG Pforzheim/Eutingen kamen beide ausgezeichnete Akteure bei den Jungs. Neben Torhüter Luca Jankovsky wurde auch sein Mannschaftskollege Raul Seidenfuß gewählt.

Ein besonderes Lob muss auch in diesem Jahr Harald Sauter mit seinem Organisationsteam und den vielen Helfern von der TSG Wiesloch ausgesprochen werden. Sie haben nicht nur für einen reibungslosen Ablauf an beiden Tagen gesorgt, sondern sich auch liebevoll um die Teilnehmer und Zuschauer bemüht. Man darf sich schon auf die Neuauflage 2018 freuen.

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