Zweite Niederlage in Folge; Plankstadt verliert in Stutensee-Weingarten

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Das Wolfsrudel hatte sich viel vorgenommen für das Auswärtsspiel bei der SG Stutensee/Weingarten. Man wollte Wiedergutmachung betreiben für den schwachen Auftritt in Friedrichsfeld, Punkte sammeln gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenmittelfeld und sich so deutlich von den Abstiegsrängen distanzieren. Das Vorhaben ging aber mächtig in die Hose, mit 27:24 (15:12) unterlag man den Gastgebern.

Wie schon in den letzten Partien fand Plankstadt offensiv überhaupt nicht zu seinem Spiel. Zwar markierte Tobias Pristl das 0:1 für die TSG Eintracht, dies war aber die einzige Führung für die Wölfe im gesamten Spielverlauf. Ab dann übernahm die SG das Kommando, spielte sich ein erstes, kleines Polster heraus (5:3/ 9.). Besonders Marvin Morlock tat sich bei den Gastgebern hervor, erzielte drei der ersten fünf Tore für Stutensee und war am Ende der Partie Toptorschütze mit sieben Treffern. Nachdem Timo Munz noch auf 5:4 verkürzen konnte (11.), zogen die Karlsruher dann deutlich davon. Ein 6:0-Lauf der SG brachte die Gäste deutlich ins Hintertreffen (11:4/ 17.), auch eine Auszeit von Wölfe-Coach Niels Eichhorn änderte daran nichts. Es dauerte über sieben Minuten, ehe Nicolas Großhans das fünfte Tor für Plankstadt erzielte. Fortan hielt man den Rückstand zumindest konstant, doch die Probleme der TSG Eintracht blieben offensichtlich: Hinten fehlte die Abstimmung, die Rückraumakteure der Gastgeber kamen immer wieder zu leichten Durchbrüchen. Im Angriff fehlte das Tempo, zusätzlich erschwerte man sich das Leben durch technische Fehler sowie Fehlpässe, die Stutensee zu Kontern über die schnellen Außen nutzte. In den letzten Minuten des ersten Durchgangs kam Plankstadt dann aber auf, nutzte zwei Überzahlsituationen und verkürzte von 15:9 auf 15:12. Zum Halbzeitpfiff war die Partie also wieder völlig offen.
Hälfte zwei wurde durch einen sehenswerten Treffer von Munz eröffnet, der den Ball aus spitzem Winkel von Rechtsaußen ins Kreuzeck feuerte (15:13/ 31.). Doch die Freude über den Anschluss auf zwei Treffer währte nur kurz, denn im Gegenzug sah Julian Maier die rote Karte (3×2 Minuten). Nur wenige Sekunden später verbannten die Unparteiischen auch Axel Schöffel auf die Strafbank, und die doppelte Überzahl nutzte Stutensee/Weingarten natürlich aus. Bis auf 19:13 zogen die Gastgeber wieder davon (35.). Die Wölfe steckten aber nicht auf, blieben in Schlagdistanz, auch weil Torhüter Raul Lázaro Garcia immer wieder wichtige Würfe entschärfte. Beim Stand von 23:19 hatte Plankstadt mehrfach die Chance, näher heranzukommen, vergab aber auch beste Einwurfmöglichkeiten – unter anderem zwei Konter. Unter dem Strich standen wieder fünf Minuten ohne eigenen Treffer. Auch die SG nutzte in dieser Phase ihre Chancen nicht, fing sich dann aber wieder und vergrößerte den Abstand. Nach dem 27:21 durch Marvin Kikillus war die Messe gelesen (58.). Bis zum Abpfiff betrieb Plankstadt noch etwas Ergebniskosmetik, auch unter freundlicher Mithilfe der SG, die nicht mehr die letzte Konsequenz an den Tag legte.
„Wir haben heute zu keinem Zeitpunkt das abgerufen, war wir können, das war wirklich eine schwache Leistung von uns. Im Moment spielen wir absolut unter unserem eigentlichen Niveau, und das reicht dann letztendlich nicht aus. Um Punkte zu holen, müssen wir einfach immer an unser Maximum herankommen, das gelingt uns zur Zeit nicht. Stutensee war in diesem Spiel keinesfalls unschlagbar, umso mehr tut uns die Niederlage am Ende weh.“, fasst Eichhorn die Partie zusammen.
In der kommenden Woche steht für die Wölfe endlich wieder ein Heimspiel an, und das ist nicht irgendeines: Mit der HG Oftersheim/Schwetzingen 2 kommt der Lokalrivale in die Mehrzweckhalle. Das Derby steigt am Sonntag (03.11.) um 16:30 Uhr.
TSG Eintracht: Roche, Lázaro Garcia; Pristl (4), Maier, Tokur (6), Schneider, Munz (6), Großhans (3), Schöffel (1), Verclas, Stadler, Denne (3), Dorschner (1)
nt