Mit Leidenschaft einen Zähler erobert; harzfreier Krimi gegen Friedrichsfeld endet unentschieden

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Mit Leidenschaft einen Zähler erobert; harzfreier Krimi gegen Friedrichsfeld endet unentschieden

Was für ein Spiel! Obwohl das Wolfsrudel neun Minuten vor Abpfiff mit fünf Toren im Hintertreffen lag, endete die Begegnung nach einer Willensleistung noch mit einem Remis (24:24). Ein echter Derby-Krimi, der für die zahlreichen Besucher der Friedrichsfelder Lilly-Gräber-Halle an Spannung wahrlich nicht zu überbieten war.

Zunächst entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Kontrahenten, denn niemand erarbeitete sich anfangs einen Vorteil. Doch mit dem 06:04 (15.) hatte Friedrichsfeld erstmals eine Zwei-Tore-Führung erzielt, die zeitweise sogar auf vier Treffer anwuchs (12:08/ 24. und 13:09/ 27.). Doch im Gegensatz zur herben Schlappe aus der letzten Saison beim TVF ließ das Wolfsrudel die Hausherren nicht enteilen. Motivation und Einstellung stimmten zu 100 Prozent. Die TSG Eintracht hielt sich erst gar nicht lange mit dem Harzverbot auf. Bis zum Pausentee holten die Gäste noch auf 14:12 auf.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff war der Vorsprung der Gastgeber durch einen Doppelschlag von Axel Schöffel und Julian Maier egalisiert. Doch selbige Spieler erhielten nacheinander eine Zeitstrafe, wodurch der TVF wieder davonzog (20:15/ 44.). Gerade der erfahrene Gregor Batke war für diesen Höhenflug verantwortlich, entweder traf er selbst oder schaffte für seine Nebenleute Raum. Doch wer jetzt glaubte, die Wölfe würden aufgeben, war falsch. Angeführt vom sehr gut ohne Haftmittel agierenden Maximilian Denne blieb die TSG Eintracht dran. André Treiber entschärfte zudem erneut einige freie Gelegenheiten der Hausherren und gemeinsam drehte man als Team ein 23:21 zum 23:23 (58.). Die gut besuchte Halle stand jetzt endgültig Kopf. Gregor Batke brachte die Friedrichsfelder dann nochmals per Siebenmeter nach vorne. Aber auch Maximilian Denne behielt von der Strafwurflinie die Nerven und stellte das Remis wieder her. Das Rudel eroberte dann final noch einmal das Spielgerät, doch mit einem Stürmerfoul wurde der letzte Angriff abgepfiffen.

Die Kling-Sieben hat einen Zähler erobert, den aufgrund des Harzverbots sicherlich nicht jeder erwartet hätte. Mit der gezeigten Leistung und Einstellung ist die Mannschaft auf einem guten Weg. Am Sonntag (16.10.) steht um 16:30 Uhr das nächste Heimspiel gegen Aufsteiger Eggenstein bevor.

TSG Eintracht: Treiber, Kaiser; Konietzny, Skade (1), Maier (4), J. Bastel (1), D. Bastel, S. Pristl (1), A. Schöffel (2), Fackel, Stadler, Denne (14/7), Kemptner (1).

bs