„Letztes Aufgebot“ der Foxes verliert auch gegen die SG Köndringen/Teningen

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An Kampfgeist hat es den Neuenbürgern am Samstag gegen die SG Ködringen/Teningen ganz sicher nicht gefehlt. So langsam gehen dem HCN aber die Spieler aus. Mit gerupftem Kader ging es also gegen die formstarken Südbadener. Neben den Langzeitverletzten fehlte aus beruflichen Gründen auch noch Philipp Karasinski, sodass mit Felix Kracht nur noch ein gestandener Rückraumspieler zur Verfügung stand.


Von Beginn an war also die Improvisationskunst und die Kreativität von HCN-Trainer Erkan Öz gefordert. Der bot von Beginn an Vincent von Witzleben auf der rechten Rückraumposition auf, dazu agierten die Neuenbürger mit zwei Kreisläufern. In der Abwehr sorgte wieder Phil Burkhardt für Entlastung. Köndringen/Teningen ging nach zweieinhalb Minuten mit 1:3 in Führung. Das Spiel über die zwei Kreisläufer sorgte aber schon früh im Spiel zu zwei Siebenmetern, die Jonas Kraus im Tor unterbrachte und somit zum 3:3 ausglich. In der Folge konnte man gut mit den Breisgauern mithalten, die mit Pforzheim/Eutingen, Baden-Baden und Neuhausen zuletzt drei Spitzenmannschaften schlugen. Mit viel Mut agierte Vincent von Witzleben, der auch in diesem Spiel seine gute Form unterstrich. Nach 10 Minuten netzte er zum 6:6.
Nach Ablauf der ersten viertel Stunde konnte sich die SG leicht absetzen. In der Defensive waren die Foxes nun etwas zu passiv. Köndringen/Teningen konnte, angetrieben vom spiel- wie wurfstarken Halblinken Jan-Philipp Valda, seine Führung nun ausbauen. Der Top-Torschütze der Gäste erzielte in der 22. Minute auch das 10:15. Trotzdem hatten die Eingefleischten unter dem Neuenbürger Anhang bis zur Halbzeitpause noch einmal jubeln: Der Ur-Neuenbürger Johannes Müller, der aufgrund des Personalengpasses in die Mannschaft rückte, erzielte mit seinem Rückraumwurf zum 12:16 seinen ersten Oberliga-Treffer. Beim Stand vom 13:19 ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Einen hohen Halbzeitrückstand haben die Neuenbürger in dieser Saison schon des öfteren noch in einen Punktgewinn umgemünzt. Nach 38 Minuten sah es für die Hausherren aber immer noch schlecht aus. Jozef Hantak brachte Köndringen/Teningen zu einer 18:25-Führung, sieben Tore waren also aufzuholen. Doch Stück für Stück kämpfte sich der HCN wieder heran. Zwei Tore vom gut aufgelegten Niko Gerwig, ebenfalls eine Leihgabe der 1b-Mannschaft, sorgten dafür, dass beim HCN beim 22:26 wieder Hoffnung aufkeimte.
Im Umschaltspiel setzte nun Phil Burkhardt Akzente, der seine Nebenlete gut einsetzte. Zwei Tore von Xaver Nitzke und eines von Niko Gerwig ließen die Buchberger bis auf 26:28 herankommen. Die kleine Aufholjagd schien allerdings zu viele Kräfte gekostet zu haben. Der Gast konnte sich bis zur 55. Minute wieder auf 26:34 absetzen. Damit war die Messe gelesen. Felix Kracht und Xaver Nitzke konnten für den HCN noch treffen, mit 28:36 trennten sich die Mannschaften nach 60 Minuten.
Trotz Kampfes über 60 Minuten konnten die Neuenbürger der SG den Sieg nicht streitig machen. Trotz der beiden zuletzt verlorenen Spiele gibt es beim HCN weiterhin positive Erscheinungen. Vincent von Witzleben hat mit fünf Toren erneut gezeigt, dass er sich auf der halbrechten Position eingefunden hat. Phil Burkhardt zeigte in der Abwehr und im Umschaltspiel eine starke Leistung. Auch Linksaußen Jonas Kraus, dieses Mal mit fünf Feldtoren erfolgreich, zeigt sich formstark. Trotz 38 Gegentoren konnte Felix Spohn mit starken Paraden glänzen. Zum Wundenlecken bleibt nun ein spielfreies Wochenende. Die Aufgabe in zwei Wochen wird dafür umso schwerer: Auswärts beim Tabellendritten TSV Neuhausen/Fildern hängen die Trauben hoch. Mut machen sollte das Hinspiel, bei dem man dem Spitzenteam einen Punkt abknöpfte.
HCN 2000: Panazan, Spohn – Nitzke (4), von Witzleben (5), Kern, Angrick, Kraus (7/2), Unser, Kracht (7/3), Müller (1), Burkhardt, N. Gerwig (4)
SG K/T: Kicki, Merz, Lutz – Melnyk (1), Weise (1), Simak (1), Grafmüller (1), Bührer (9), Valda (9), Hantak (10/4), Endres (3), Tscherner (1)
Gelbe Karten: Kern, Nitzke, Öz (Bank) (alle HCN 2000) – Simak, Melnyk, Hantak (alle SG K/T)
Zeitstrafen: N. Gerwig, Burkhardt, Kern (2) (alle HCN 2000) – Simak, Melnyk, Hantak, Tscherner (alle SG K/T)
Schiedsrichter: Holger Mengesdorf, David Tieg (beide TSG Wiesloch)

Auf nicht mehr ganz so ungewohntem Terrain, von der rechten Rückraumposition aus, erzielte Vincent von Witzleben fünf Tore.