Last-second-Ausgleich rettet die Herbstmeisterschaft

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Post Südstadt Karlsruhe
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TG Eggenstein 2 – PSK, 27:27 (15:12)


Der PSK versteht es, die Nerven seiner Fans bei Auswärtsfahrten nach Eggenstein bis aufs Äußerste zu strapazieren: Nachdem man in der Vorsaison dort noch kurz vor Schluss ein mögliches Unentschieden aus der Hand gegeben hatte, sicherten sich die Gelb-Blauen nun mit einem Last-second-Tor zumindest einen Punkt. Damit bleibt der PSK weiter ungeschlagen und überwintert auf Platz eins der Bezirksliga.
Schon in den ersten Spielminuten offenbarte sich, dass die Partie ein schwerer Gang für die Karlsruher Gäste werden würde. Während die TGE gut ins Spiel kam und schnell mit 2:0 führte, startete der PSK denkbar ungünstig mit mehreren technischen Fehlern und einem verworfenen Siebenmeter. Bis zur elften Minute dauerte es, bis man sich etwas fangen und den Anschlusstreffer erzielen konnte (5:4). Eggenstein ließ sich davon jedoch nicht verunsichern und zog wieder bis auf drei Tore davon (8:5/16.). Bezeichnend war in dieser Phase, wie sich der PSK immer wieder das Leben selbst schwer machte: Sei es durch frei vor dem Torwart vergebene Chancen oder durch eine Zeitstrafe aufgrund eines Wechselfehlers. Folglich lief man dem Drei-Tore-Rückstand bis zur Pause ständig hinterher (15:12).
In der Kabine appellierte Trainer Grimm an den Kampfgeist seiner Mannschaft, die nun in der zweiten Halbzeit alle Kräfte mobilisieren sollte, um die drohende erste Saisonniederlage zu verhindern. Der erste Streich nach Wiederanpfiff gelang erneut der TGE, doch dann schlug der PSK mit einem Fünf-Tore-Lauf zurück und holte sich die erste Führung in der Partie (17:18/41.). Das Momentum schien nun klar aufseiten der Gäste zu sein, doch das Spiel hatte immer wieder unerwartete Wendungen parat. Starke zwei Minuten später führten plötzlich wieder die Hausherren. Jetzt ging es Hin und Her, weiter als zwei Tore konnte sich keine Mannschaft mehr absetzen. Das 23:24 kippte Eggenstein zum 26:24 und sah kurz darauf beim 27:25 wie der sichere Sieger aus. Nach einer Auszeit blieben dem PSK noch eine Minute und 43 Sekunden, um die zwei Tore aufzuholen. Mit einer offensiven Abwehr gelang zunächst der Anschlusstreffer, ehe in den letzten zehn Sekunden der Ball plötzlich erneut beim PSK war: Einen freien Wurf von Außen parierte Keeper Stoll, ganz vorne lauerte Philipp Reither und der verwandelte in sprichwörtlich letzter Sekunde zum viel umjubelten 27:27-Ausgleich.
Es war ein Kraftakt unserer Mannschaft, die trotz spielerisch unterdurchschnittlicher Leistung nie den Glauben an sich verlor. Fairerweise muss man zugeben, dass man in der Schlussphase auch das Glück auf seiner Seite hatte – den Punkt nimmt der PSK nach diesem verrückten Spielverlauf jedenfalls gerne mit. Als ungeschlagener Herbstmeister gehen die erschöpften Spieler nun in die verdiente Weihnachtspause und wollen ihre Position im neuen Jahr verteidigen, wohl wissend, dass sie dann in jedem Spiel die Gejagten sein werden. Bis dahin wünschen die PSK-Spieler allen Fans und Sponsoren frohe Weihnachten und einen guten Start in 2020.
PSK: Stoll, Freund (beide Tor), Ph. Reither (7/3), Henke (6), Pa. Reither (6), Herr (4), Armbrust (2/1), Bauer (1), Riekert (1), Strüwing, Heck.
TGE: Bolz, Crocoll (beide Tor), Spies (7/1), Weidlandt (5), Panitz (4), Leippi (2), Erndwein (2), Dannemaier (2), Fritz (2), Dürr (1), Hernandez (1), Mehret (1), Kirsch, Schreiber.
Spielfilm: 1:0, 2:0, 4:1, 5:4, 8:5, 10:6, 11:7, 11:9, 14:10, 15:12 (HZ), 16:12, 16:17, 17:17, 20:19, 20:22, 23:24, 26:24, 27:25, 27:27 (EN).