Knielinger Niederlage in Friedrichsfeld

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Phillip Ast (Foto: Andreas Arndt)


Fehlwürfe kosten die Tabellenführung

Mannheim/Karlsruhe. Auch der TV Knielingen vermochte es nicht den heimstärksten Verein der Badenliga in dessen Halle zu bezwingen. Die Mannschaft von Spielertrainer Jochen Werling gab mit der 22:27-Niederlage beim TV Friedrichsfeld zudem die Spitzenposition der Tabelle ab und belegt aktuell Rang zwei.

Phillip Ast (Foto: Andreas Arndt)

Bereits vor dem Spiel war klar, dass auf die Knielinger keine leichte Aufgabe wartete. Denn der TV Friedrichsfeld hat in der laufenden Saison keinen einzigen Punkt in eigener Halle abgegeben. Das lag und liegt mitunter auch am absoluten Harzverbot in der Mannheimer Lilli-Gräber-Halle, mit dem viele Mannschaften der Badenliga nicht gut klar kommen. Doch im Knielinger Spiel war es zunächst eine ungenügende Abwehrarbeit, die es dem Gastgeber viel zu leicht machte.

„Den Start haben wir komplett verpennt, vor allem in der Abwehr. Im Angriff mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf. Da waren früh gleich vier Würfe an Pfosten und Latte, die auch hätten rein gehen können.“ Erschwerend kam hinzu, dass mit Dennis Estedt und Kornej Tjart zwei Akteure angeschlagen ins Spiel gingen. Tim Kusterer fehlte beruflich und Jochen Rabsch konnte unter der Woche nicht trainieren.

Knapp 13 Spielminuten brauchten die Fächerstädter um den vierten Treffer zu werfen (4:8). So lag man oft mit vier, fünf Toren in Rückstand. Ab Mitte der ersten Spielhälfte hatten sich die Knielinger besser auf die Bedingungen eingestellt und setzten nach dem 4:9-Zwischenstand zur Aufholjagd an. Auch wenn noch einige freie Würfe danebengingen, verkürzte die Werling-Sieben kontinuierlich. In der Schlussminute vor der Pause gelang den Knielingern der Anschlusstreffer (12:13).

Der Start der zweiten Spielhälfte verlief relativ ausgeglichen, auch wenn Friedrichsfeld zunächst erneut wegziehen konnte (13:16). Entscheidend war dieser Vorsprung nicht, denn die TVK-Angreifer fanden vermehrt Lücken im Abwehrverband der Mannheimer. Mit dem 18:18 glich man erstmals aus (44.). 70 Sekunden später vollendete Robin Hildebrandt zur ersten Knielinger Führung in diesem Spiel (19:18). In der Folge wechselte die Führung ständig. Sechs Minuten vor dem Ende der Begegnung stand es 22:22. Danach führten wieder die Gastgeber, deren Torhüter nun einen Strafwurf von der Siebenmeterlinie entschärfte (55.). Im Gegenzug gelang es dem TV Friedrichsfeld den Vorsprung auszubauen. Trotz einiger weiterer Möglichkeiten und einer extrem offensiven Abwehrvariante gelang der Werling-Sieben kein weiteres Tor und die Punkte blieben in der Quadratestadt.

Jochen Werling kommentierte: „Wir haben einige freie Chancen nicht verwerten können. Machen wir die rein sind wir früher wieder dran oder gehen eher in Führung. Nach der Halbzeit hat die Abwehr ordentlich gedeckt und im Angriff hat es auch gepasst. Ohne Harz haben wir heute aber nicht den nötigen Druck hin bekommen. In der zweiten Hälfte waren es zehn Minuten, wo wir nicht weg ziehen und der Gegner dran bleibt. Letztendlich ist die Tordifferenz von fünf viel zu hoch, das war knapper als es das Ergebnis aussagt. Machen wir am Anfang zwei Tore mehr und am Ende den Siebenmeter rein, geht das Spiel anders aus. Wenn du in Friedrichsfeld gewinnen willst, muss alles passen. Aber die personellen Ausfälle konnten wir nicht kompensieren.“

Aufstellung TV Knielingen:
Pascal Fuchs, Felix Wald (1), Jochen Werling (4), Phillip Ast (4), Dennis Estedt (1/1), Pascal Montag, Robin Hildenbrand (2), Kornej Tjart, Sven Walther (5), Jochen Rabsch (1), Lukas Metzger (3), Yann Majunke (1), Yann Hippert.