SG Pforzheim/Eutingen – TPSG Frischauf Göppingen 29:32 (14:13))

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SG Pforzheim / Eutingen
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Am Anfang gut, am Ende schlecht, mittendrin mal hoch, mal tief. Ein Schiedsrichtergespann, das Eindruck hinterließ und eine Niederlage, die vermeidbar war. Mit 29:32 unterlag die Mannschaft des Trainergespanns Lipps und Rauch gegen biedere Göppinger. Herausgespielte Führungen wurden nicht ausgebaut und teilweise leichtfertig vergeben. Gegen Ende des Spiels agierte man häufig in Unterzahl und hatte trotzdem die Chance, das Spiel positiv zu gestalten. Leider hat es dann am Ende doch nicht gereicht, da die Göppinger ihre Chancen besser nutzten.

Obwohl Pforzheim zunächst nach einem Pfostentreffer von Hofmann und einem unnötigen Ballverlust bei einem Tempogegenstoß mit 0:2 (2.) in Rückstand geriet, sah man in den Anfangsminuten eine geschickt angreifende Heimmannschaft, die nach Treffern von Seifried, Kirchenbauer,  Karpstein (2) und Lupus nach acht Minuten mit 5:2 in Führung lag. Der Angriffsschwung wurde dann leider durch eine Verletzungspause von Spielmacher Karpstein gebremst und Göppingen glich nicht nur aus, sondern ging in der elften Minute durch Däumling in Führung. Nach einer Auszeit der Pforzheimer und der Rückkehr von Karpstein ins Spiel fing sich die Mannschaft wieder und konnte trotz einer Zeitstrafe für Strehlau, durch Hofmann (2), Seifried und Karpstein (7m) das 9:6 (18.) vorlegen. Göppingen nutzte nun die Möglichkeit einer Auszeit, schaffte durch Fuß und Gehrke auch den Anschluss zum 9:8 (20.) und schließlich, begünstigt durch Pforzheimer Unzulänglichkeiten und einer Zeitstrafe für Hohnerlein (24.) in derselben Minute durch Tore von Rebmann und Gottschling den Ausgleich zum 11:11. Und um das Maß voll zu machen kassierte auch noch Hofmann in dieser 24. Minute eine Zeitstrafe, sodass Pforzheim kurzzeitig in doppelter Unterzahl spielen musste. Trotzdem gelang Kirchenbauer wieder die Führung für Pforzheim, die auch noch eine Zeitstrafe für den Göppinger Fuß (25.) nach sich zog. Nachdem Koppmeier im Pforzheimer Tor einen Siebenmeter von Rebmann pariert hatte, tat sich bis zur 28. Minute nicht viel, ehe Seifried zweimal zum 14:11 (29.) erfolgreich war und Pforzheim erneut mit drei Toren führte. Aber auch dieses Mal gelang es der Mannschaft nicht, diesen Vorsprung auszubauen oder zumindest mit in die Pause zu nehmen. 14:13 hieß es beim Pausenpfiff nachdem Godon zweimal getroffen hatte.

Nach der Pause wieder ein guter Beginn der Gastgeber. Lupus, der sein bislang bestes Spiel ablieferte, mit zwei Toren und Hohnerlein erhöhten bei einem Gegentor von Godon auf 17:14 (35.). Pforzheim hielt diesen Vorsprung und lag in der 40. Minute nach einem Siebenmeter von Karpstein noch mit 21:18 vorn. Doch anstatt die daraus zusätzlich resultierende Zeitstrafe von Godon auszunutzen und den Vorsprung auszubauen, agierte man vor allem in der Abwehr zu nachlässig. Gehrke, sowie zweimal Fuß schafften den 21:21 Ausgleich (43.) für Göppingen und Pforzheim nahm die Auszeit. In dieser Phase lief fast gar nichts mehr bei Pforzheim zusammen und Göppingen ging in Unterzahl, Fuß musste auf die Strafbank, sogar mit 21:22 (45.) durch Gottschling in Führung. In den letzten fünfzehn Minuten des Spiels liefen die beiden württembergischen Schiedsrichter dann zur Hochform auf. Fielen beide schon zuvor wegen unterschiedlicher Regelauslegung und Unstimmigkeiten untereinander auf, gab es nun immer wieder unerklärliche Pfiffe gegen Pforzheim und vier Zeitstrafen. In dieser Zeit wechselte sich Göppingen und Pforzheim in der Führung ab. 23:22 (47.), 23:24 (48.), 24:25 (50.), 27:25 (53.), 28:27 (55.) und 29:28 (56.) waren die Spielstände, ehe Göppingen durch einen Siebenmeter von Godon zum 29:29 (57.) ausglich und durch Gottschling mit 29:30 (29.) in Führung ging. Immer noch in Unterzahl spielend, scheiterte Pforzheims Flügelflitzer Pfattheicher mit einem Kempatrick an Torhüter Kornmüller und im Gegenzug erhöhte Fuß auf 29:31. Pforzheim nahm zwar noch die dritte Auszeit, doch der angesagte Spielzug verlief im Sande und Leinss war es vorbehalten, den Endstand von 29:32 zu erzielen.

Ein weiterer Tiefschlag für die Pforzheimer Mannschaft, die noch nicht die optimale Besetzung gefunden hat und zu inkonstant spielt. Man hatte sich mehr erhofft. Doch die Mannschaft sollte nicht den Kopf in den Sand stecken und weiter an ihr Können glauben. Es steckt mehr in der Mannschaft, als der bisherige Saisonverlauf vermuten lässt. Der nächste Prüfstein ist nun die HSG Würm-Mitte aus Bayern, die jetzt in Bietigheim ihren ersten Punkt geholt hat. Warum sollte dort nicht der zweite Saisonsieg möglich sein.

SG Pforzheim/Eutingen

Tor: Stefan Koppmeier, David Krypczyk – Feld: Marius Seifried 5, Jannik Hofmann 3, Pascal Kirchenbauer 6, Valliere Kirschner, Michael Hohnerlein 1, Jan Strehlau, Marvin Karpstein 4/2, Max Lupus 6, Christoph Schwartz 1, Sascha Pfattheicher 3, Julian Broschwitz, Clemens Zucker

Trainer: Alexander Lipps, Markus Rauch

TPSG Frischauf Göppingen

Tor: Mark Arnhold, Daniel Kornmüller, Yanik Braun – Feld: Marvin Fuß 7, Marc Godon 8/2, Jonas Leinss 1, Lukas Waldenmaier 3, Tobias Gehrke 2/1; Johannes Gottschling 5, Felix Däumling 4, Tim Kühn, Florian Rebmann 2

Trainer:  Gerd Römer

Schiedsrichter: Sören Diel und Christian Walter (Württemberg)

Zuschauer: 100

Quelle: SG Pforzheim / Eutingen Manfred karpstein