„Ende gut – Alles gut“

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Verbandsliga Männer

HSG Ettlingen – TSV Germania Malsch      27:26    (14:14)

Die Anhänger der HSG Ettlingen bekamen von ihrem Herrenteam in der Verbandsliga erneut ein Erfolgserlebnis serviert. Die „Albtal-Tigers“ setzten sich im Heimspiel gegen den TSV Germania Malsch knapp aber verdient mit 27:26 durch und übergaben nach langer Zeit die rote Laterne an einen anderen Verein.

Hannes Röpcke zählte wieder zu den Leistungsträgern (Foto: fr)

Es war schon vor dem Anpfiff klar, dass die beiden Mannschaften den Zuschauern keinen spielerischen Leckerbissen anbieten würde. Diese Partie gehört zum Abstiegskampf, in den beide Teams noch verwickelt sind. Von der ersten Minute an war Kampf angesagt. 

Pech für die Gastgeber war, dass unmittelbar vor der Begegnung Linksaußen Nick Stober seine Teilnahme wegen Rückenproblemen absagen musste und damit die Sorgen für Trainer Andrei Burlakin noch größer wurden. Im Verlauf des Spieles verletzte sich Nicks Bruder Markus, der dann in der zweiten Halbzeit ebenfalls nicht mehr eingreifen konnte. Umso zufriedener war Trainer Burlakin mit der Leistung des restlichen Kaders. 

Die Tigers gingen oft auch dahin wo es weh tat (Foto: fr)

Die „Tigers“ überzeugten dieses Mal mit einer geschlossenen Leistung in der Abwehr.Im Verbund kämpfte jeder für den anderen mit. In der sechsten Minute lagen die Albgauer in der ersten Hälfte zum letzten Mal hinten. Aus der konzentrierten Abwehr wurden immer wieder Angriffe vorgetragen, die die Burlakin nutzten, um bis zum Pausenpfiff immer die Nase vorne zu haben. Leider unterlief im Übereifer der eine oder andere Fehler, so dass die Gäste aus dem Kraichgau sofort den Ausgleich erzielten. Mit einem gerechten 14:14 wurden die beiden Kontrahenten in die Kabine geschickt.

Torhüter bei Fachgesprächen? (fr)

Nach dem Seitenwechsel lieferten die beiden besten Werfer der Gastgeber, Ivan Stajic und Finn-Max Röpcke, die ersten Höhepunkte. Die „Albtal-Tigers“ gingen mit 16:14 in Front. Nachdem die Gäste schnell wieder gleichzogen, setzte sich das Kopf-an-Kopf-Rennen aus dem ersten Durchgang fort. Ettlingen legte vor und kassierte postwendend den Ausgleich. Die Begegnung lebte also nicht von technischen Raffinessen, sondern eindeutig von der Spannung. Beide Mannschaften kämpften bis in die Schlussminute um jeden Ball und ließen nicht zu, dass der Gegner irgendwann zu dominant wurde. Mitte des zweiten Durchganges hatten die Hausherren plötzlich die Gelegenheit davonzuziehen. Die Brüder Fabian und Tobias Broschwitz hatten ihre Farben 22:19 in Front geworfen. Nach einem Gegentor wurde der Vorteil für die Burlakin Truppe noch größer. Der TSV kassierte eine Zeitstrafe und war damit zwei Minuten in Unterzahl. Gleichzeitig hätte durch den fälligen Siebenmeter die Tordifferenz auf drei Treffer ansteigen können. Leider scheiterte Stajic, der vorher zweimal von der Linie erfolgreich war. Er machte den Fehlwurf wett, als er beim nächsten Angriff auf 23:20 erhöhte. Ettlingen geriet dann in Unterzahl, die sie unbeschadet überstand. Es blieb bis in die Schlussphase bei dem knappen Vorsprung, den die Falscher sogar noch auf einen Treffer verkürzen konnten. Mit viel Einsatz und Siegeswillen und einem starken Demsay Ebikeme, der in der zweiten Hälfte für den ebenfalls überzeugenden Malte Röpcke vertrat, im Tor. 

Die HSG Angreifer fanden immer wieder Lücken (Foto: fr)

Aus einer Mannschaft, die bis zum Schlusspfiff alles gegeben hat, ragten neben den Torhüter noch Finn-Max Röpcke und Ivan Stajic heraus, die mit jeweils sechs Toren die Bemühungen der „Tigers“ vorantrieben. 

Für die „Albtal-Tigers“ spielten:  Malte Röpcke, Demsay Ebikeme – Jonas Weiß (3), Fabian Broschwitz (2), Markus Stober, Hannes Röpcke (2), Christian Kurrle (1), Philipp Witz (3), Marvin Karolas (2), Raphael Morisco, Tobias Broschwitz (2), Ivan Stajic (6/2), Finn-Max Röpcke (6)

Für den TSV spielten: Daniel Brown, Sebastian Eisend – Carsten Frank (4), Lukas Olbert, Philipp Schäffner (1), Samuel Livaja (1), Holger Hipp (1), Marcel Feldpausch (5), Julian Funker (1), Jann Jenne, Christian Breitenstein (10/3), Manuel Bambach (3/1)