Die Konzentration der „Albtal-Tigers“ war nach 40 Minuten aufgebraucht

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Die „Albtal-Tigers“ der HSG Ettlingen konnten den Schwung aus dem Heimsieg gegen Handschuhsheim in das nächste Spiel gegen den TASV Wieblingen nur eine Halbzeit mitnehmen. Nach einer 12:14 Führung zum Seitenwechsel verloren die Gäste im zweiten Durchgang etwa ab der vierzigsten Minute die Ordnung im System und kassierten dann noch eine deutliche 30:23 Niederlage.

Nachdem die Sieben von Trainer Burlakin in der Partie gegen Handschuhsheim ihre Fans seit langem wieder einmal zufrieden stellen konnte, fuhren die Albgauer hoffnungsvoll an den Neckar, hatten sie doch den einzigen Sieg der Vorrunde gegen Wieblingen erzielt. Obwohl der beste Werfer der „Tigers“ aus der letzten Begegnung, Hannes Röpcke, erkrankt absagen musste, boten seine Kameraden im ersten Durchgang eine stabile Leistung in der Abwehr und hielten den Angriff der Hausherren weitgehend im Griff. Nach vorne bauten die Jungs der HSG das System geduldig auf und setzten die Vorgaben von Andrej Burlakin weitgehend um. Nach einer ausgeglichenen Startphase gingen die Gäste immer wieder in Front, schafften es aber leider nicht, sich mehr als zwei Treffer abzusetzen. Diesen Vorsprung nahmen die „Tigers“ mit in die Pause. 

In einer wechselhaften Anfangsphase gaben die Schützlinge von Trainer Burlakin den Vorteil zu schnell aus der Hand und gerieten in der 35. Minute nach langer Zeit erstmals wieder in Rückstand. Linkshänder Ivan Stajic stellte zwar sofort den Ausgleich wieder her, aber die Gastgeber witterten ihre Chance und erhöhten den Druck auf das Gehäuse von Malte Röpcke. Plötzlich offenbarten sich in der Deckung des Tabellenletzten einige Unkonzentriertheiten, die von den Schützlingen von Trainer Marc Winterhalder eiskalt bestraft wurden. Mit einem zweiten 3:0 Lauf schufen sich die Neckartäler ein beruhigendes Polster. Die „Tigers“ blieben mit ihren Würfen häufig im gegnerischen Block hängen oder vergaben ihre Gelegenheiten leichtfertig. Wie in vielen Partien der Hinrunde gaben die Gäste das Spiel im zweiten Durchgang völlig aus der Hand und mussten mit ansehen, wie sich die Kurpfälzer stetig absetzen konnten. 

Nach sechzig Minuten war den Albgauern klargeworden, dass ein Handballspiel nicht nur vierzig Minuten geht. Am nächsten Sonntag muss in der Franz-Kühn-Halle gegen die HSG Walzbachtal die Konzentration wieder über die gesamte Spieldauer hochgehalten werden. Für die Jungs um Trainer Burlakin ist jede der noch anstehenden Begegnungen von enormer Wichtigkeit, so dass jeder Akteur an seine Grenzen gehen muss.

Für die HSG spielten:  Marius Witz, Malte Röpcke  –  Jonas Weiß (1) Jan Lasse van den Heuvel, Markus Stober, Christian Kurrle (5/3), Philipp Witz (1), Marvin Karolus(1), Raphael Morisco, Dominik Deubel (1), Tobias Broschwitz (2/1), Nick Stober (4/3), Ivan Stajic (6), Finn-Max Röpcke (2)