Ein starkes Drittliga-Spiel endet remis

0
439
TSG Nusslochwww.tv-neuthard.de/abteilungen/handball/


Handball-3.Liga: Die SG Nußloch und die HSG Hanau trennen sich 30:30 – Tolle Unterstützung von den Rängen für beide Mannschaften

Nußloch. (bz) Ein starkes Drittliga-Spiel endete ohne einen Sieger. Die SG Nußloch und die HSG Hanau trennten sich am frühen Sonntagabend 30:30-Unentschieden.

„Hanau hat sich den einen Zähler verdient und wir eben nicht die zwei“, brachte SGN-Trainer Marc Nagel sein Fazit auf den Punkt, „wir hatten heute einen Gegner, der uns alles abverlangt hat und wir haben aus unseren Möglichkeiten ein bisschen zu wenig gemacht.“ Meistens führte Nußloch in diesem packenden Schlagabtausch, wenige Minuten vor dem Ende sogar mit drei Toren. Am Ende stand ein 30:30-Unentschieden zu Buche.

Zu Beginn fanden die Blau-Weißen besser in die Partie. Durch zwei Treffer von Theo Surblys und Christian Zeitz führten sie schnell 2:0, ehe Hanau nach 6 Minuten und 20 Sekunden der erste Treffer glückte. Nun kamen beide Mannschaften in der Offensive besser zum Zug.

Auf Seiten der Gäste war Michael Malik der erwartet starke Spielgestalter, der die Angriffe initiierte und nicht selten selbst erfolgreich abschloss. Zwischendurch gelangen ihm gar vier Treffer in Folge für seine Farben. Nußloch ließ sich davon nicht verunsichern, sondern ging immer dann, wenn Hanau ausglich, selbst wieder in Führung. Einige Male davon in sehr beeindruckender Art und Weise. So gingen zwei Treffern von David Ganshorn sehenswerte Anspiele von Christian Zeitz voraus – diese Kombination führte bereits in den vergangenen Wochen häufig zu Torerfolgen

Gleichzeitig erwischte Maximilian Strüwing nach seiner Einwechslung einen optimalen Start. Zwei Tore bei zwei Chancen standen für den jungen Rechtsaußen zur Pause zu Buche. Da Kevin Bitz der letzte Treffer vor der Halbzeit gelang, durften die Nußlocher mit einer knappen, aber verdienten 15:14-Führung in die Kabine.

Die erste Aktion nach Wiederbeginn gehörte erneut Strüwing, dessen gefühlvoller Heber zum 16:14 ins Netz flog. In der Folge hielten sich beide Mannschaften nicht lange auf mit ihren Angriffen, ständig wackelte auf einer Seite des Feldes das Netz. Nach 38 Minuten stand es 21:21, als die SGN ihre zweite Auszeit des Abends nahm.

Beide Fanlager peitschten ihre Mannschaft bis zur letzten Sekunde nach vorne. In Sachen Unterstützung von den Rängen durfte sich keiner der Akteure auf der Platte beschweren. „Das war von beiden Seiten einfach überragend“, zeigte sich Hanaus Torhüter Sebastian Schermuly, der neben Nußlochs Strüwing zum Spieler des Spiels gewählt wurde, angetan von der Stimmung auf den Rängen.

Nach der Auszeit legten die Nußlocher ihre beste Phase hin. Binnen weniger Minuten schraubten sie mit vier Toren in Folge das Ergebnis auf 25:21, als Zeitz mit einem Wurf ins leere Tor über knapp 25 Meter erfolgreich war. Im Tor SGN-Tor stand nun Fabian Lieb, der sich direkt mit einigen sehenswerten Paraden einbrachte. Zum Staunen lud Theo Surblys´ Flugshow ein, als er einen Wurf aufs eigene leere Tor in gefühlt vier Metern Höhe abfing. Damit verhinderte er den 25:24-Anschluss, stattdessen stand es kurz darauf 27:23 (46.).

Zwei Zeitstrafen gegen die Hausherren um die 50. Minute führten dazu, dass Hanau bis auf zwei Tore herankam (29:27). Der folgende ansatzlose Dreher von Nicolas Herrmann verschaffte der SGN wieder einen Drei-Tore-Vorsprung. Es blieb dennoch packend, Hanau ließ sich zu keinem Zeitpunkt abschütteln und sorgte mit dem Anschluss zum 30:29 (59.) für maximale Spannung. Vorne wollte den Hausherren nichts mehr gelingen, was Woiwod 17 Sekunden vor der Schlusssirene zum 30:30-Endstand nutzte. Im letzten Angriff versuchte es Kevin Bitz mit einem Anspiel auf David Ganshorn, der den Ball noch im Fallen erreichte, aber nicht mehr Richtung Tor bugsieren konnte.

„Heute müssen wir uns an die eigene Nase fassen“, sagte SGN-Torhüter Lieb hinterher, „wenn man kurz vor Schluss mit 30:27 führt, muss man das nach Hause bringen.“

Strüwing zeigte sich ebenfalls enttäuscht: „Bis zur 50. Minute hatten wir das Spiel im Griff, dann haben wir aber unsere Angriffe nicht richtig zu Ende gespielt und einfache Gegentore bekommen.“

Nußloch beendet damit die Vorrunde auf Rang drei mit 21:9-Punkten. Kommenden Samstag kommt der SC DHFK Leipzig II zum Rückrundenstart in die Olympiahalle. Anwurf ist um 20 Uhr.

SG Nußloch: M. Bitz, Lieb, Mangold (alle Tor), Kuch, Schmiedt 2, Strüwing 4, Zeitz 8, Geppert 4/1, Surblys 2, Wichmann, K. Bitz 4, Klimovets, Schmitt, Herrmann 2, Ganshorn 4, Petróczi.