BWOL: SG Heddesheim I bei SG Lauterstein 28:29

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SG Heddesheim
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Letztes Aufgebot mit toller Moral nur knapp am Punktgewinn vorbei

Das was die Löwen mit ihrer „Rumpftruppe“ in Lauterstein gezeigt haben verdient Respekt und es ist mehr als schade, dass am Ende der durchaus möglich Punkt nicht mit nach Hause genommen werden konnte.

Dabei standen die Vorzeichen alles andere als schlecht. Trainer Benni Weber stand krankheitsbedingt schon seit Mitte letzter Woche nicht zur Verfügung. Martin Geiger und Christian Wacker länger verletzt. Scholl berufsbedingt verhindert, Nikola Pugar und Philipp Badent wegen eines Vorbereitungsturniers der A-Jugend auf die Bundesligaqualispiele nicht dabei und vor der Begegnung muss auch noch Abwehrchef Sebastian Wingendorf passen. Der Gegner ist eine gestandene Mannschaft aus dem gesicherten Mittelfeld der BWOL.

Sicherlich hat man da nichts zu verlieren, aber kampflos aufgeben wollten die Löwen dann doch nicht. Martin Doll, Lenker des Löwenspiels und mittlerweile auch einer der Erfahrenen im Team übernahm Verantwortung in den letzten Trainingseinheiten und in der Spielvorbereitung einschließlich der üblichen Videoanalyse, mit der man sich auf den kommenden Gegner einstellt. Thomas Schmid tauschte den Platz auf der Tribüne nach längerer Zeit mal wieder mit der Bank und fungierte als Betreuer und die Beiden hätten zusammen mit einem aufopferungsvoll kämpfenden Löwenrudel fast noch einmal ein Ausrufezeichen in fremder Halle gesetzt, Gegner und gegnerische Fans mehr als überrascht und so noch einmal für ein nicht unbedingt zu erwartendes bis zur letzten Sekunde spannendes Spiel gesorgt.

Die Löwen hatten einen offensichtlich einen guten Plan und hielten sich über die gesamten 60 Minuten daran. Die Gastgeber waren sicherlich auf einen etwas gemütlicheren Abend eingestellt fanden aber über die gesamte Spielzeit kein Mittel um die Begegnung vorzeitig zu entscheiden. Im Gegenteil. Nach dem 0:1 Rückstand sorgten Kevin Senn und Gianluca Pauli für die erste Löwenführung. Der gute Start gab Sicherheit, die Marschroute war klar und so hielten die Löwen zunächst nicht nur gut mit sondern lagen bis zur 18. Minute sogar meist in Führung. Erst dann gelang es den Gastgebern mit einem kurzen Zwischenspurt innerhalb von knapp drei Minuten auf 12:8 davon zu ziehen, aber die Löwen spielten ihr Spiel unbeeindruckt weiter hielten die Vorgaben ein und kämpften sich bis zur Pause wieder auf 14:13 heran.

Auch in den ersten 10 Minute der zweiten Halbzeit gab es keine großen Unterschiede zwischen beiden Teams. Es waren zunächst sogar die Löwen, die mehrfach ein Tor vorlegen konnten und so die Gastgeber zunehmend unter Druck setzten. In der 40. Minute dann erstmals wieder ein Rückstand von zwei T0ren (20:18) aber die Löwen hielten weiter dagegen und stemmten sich gegen die Niederlage. Schlecht sah es dann zunächst in der Schlußphase aus als Lauterstein in Minute 54 den Treffer zum 27:23 erzielte. Aber auch dies war noch nicht die Entscheidung. Martin Doll mit seinem neunten Treffer, Christian Buse und Gianluca Pauli brachten die Löwen bis zwei Minuten vor Spielende wieder auf 27:26 heran. Die letzten Minuten waren dann endlich wieder einmal ein richtige Krimi und auch wenn man dieses Mal den Gastgebern das Jubeln überlassen musste: Mit wenig Glück wäre ein Punktgewinn möglich gewesen.

Ein überragender Martin Doll, eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft in die sich auch Alex Schemenauer, der in der Abwehr einen guten Job leistete und der kurzfristig eingesprungene Philipp Rodemer einreihten hätten sich diesen Punkt nach diesem Auftritt sicherlich verdient.

 

Aufstellung: Kolander, Reber, Doll 9, Dubois 3, Buse 3, Pauly 7, Senn 5, Matschke 1, Schemenauer, Bambach 1 und Rodemer