Rhein-Neckar Löwen festigen Platz in der Spitzengruppe durch nächsten Heimsieg

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DKB-HBL:  Rhein-Neckar Löwen   :   HSG Wetzlar      24:20    (13:10)

 

Der Deutsche Meister aus Mannheim gestaltete auch das dritte Spiel in der abgelaufenen Woche erfolgreich und behauptete sich dadurch in der Spitzengruppe der DKB-Handball-Bundesliga. Die Rhein-Neckar Löwen waren somit in allen drei Wettbewerben, in denen sie in dieser Saison wieder an den Start gehen, erfolgreich.

Nach dem Auswärtssieg in der Champions-League beim Titelverteidiger aus Kielce (Polen) folgte am Donnerstag der Einzug ins Viertelfinale um den DHB-Pokal, den der Erfolg bei der HC Erlangen ermöglichte. Am Sonntagnachmittag stand dann das Heimspiel gegen die HSG Wetzlar in der SAP-Arena auf dem Programm. Diese dritte Herausforderung innerhalb von sieben Tagen brachte einen 24:20 Erfolg der Truppe von Trainer Nikolaj Jacobsen.

Die Mittelhessen, bei denen zum ersten Mal der montenegrinische Nationalspieler Stefan Cavor im Kader stand, erwischten den besseren Start und gingen zunächst mit 0:2 in Front. Doch danach bestimmten vor allem der Spielmacher der Badener, Andy Schmid, und Alexander Petersson das Geschehen. Beide brachten mit ihren ersten Treffern den Meister richtig ins Spiel. Leider musste Abwehrstratege Gedeon Guardiola eine frühe Zeitstrafe einstecken, die den Gästen die erneute Führung durch ihren besten Werfer Philipp Weber ermöglichte. Der isländische Linkshänder sorgte mit seinem nächsten Treffer abermals für den Ausgleich. Allerdings agierte die Abwehr der Löwen zu diesem Zeitpunkt noch nicht effektiv genug und musste immer wieder Gegentreffer aus dem starken Rückraum der Hessen hinnehmen. Der Schweizer Nationalspieler Schmid schoss den Meister mit einem Doppelpack erstmals in Front. Diese Führung sollten die Hausherren bis zum Ende dann nicht mehr aus der Hand geben. Die Jacobsen Truppe tat sich im ersten Durchgang gegen die gut eingestellte 6:0 Deckung der Gäste relativ schwer und konnte sich erst in der Schlussphase vor der Pause etwas absetzen. Bis zur 22. Minute lieferten die beiden Rückraumasse der Löwen eine einzigartige Show ab. Von den zehn Toren, die der Meister bis dahin erzielt hatte, markierten Schmid (5) und Petersson (4) allein neun. Gästetrainer Kai Wandschneider hatte ab der 15. Minute Benjamin Buric für Nikolai Weber ins Tor beordert, ohne die beiden Rückraumschützen aufhalten zu können. In den letzten zehn Minuten vor dem Pausensignal sorgte Mikael Appelgren mit einigen glänzenden Paraden dafür, dass die Hausherren den Vorsprung doch noch ausbauen konnten. Mit einem Pausenstand von 13:10 verabschiedeten sich die Akteure in die Kabinen. Zu beachten war, dass Guardiola noch in der ersten Hälfte seine zweite Zeitstrafe erhielt.

Genau dieser Umstand brachte kurz nach dem Seitenwechsel erneut Unruhe in das System der Gastgeber. In der 34. Minute verhängten die Schiedsrichter Schulze/Tönnies die dritte Strafe gegen den Abwehrchef und schickten ihn vorzeitig unter die Dusche. Kurz davor hatte Schmid seinen zweiten Siebenmeter vergeben und nachdem in der ersten Hälfte auch Gudjon Valur Sidurdsson gescheitert war, musste ab sofort Dejan Manaskov ran. Kim Ekdahl du Rietz und Harald Reinkind übernahmen zu Beginn der zweiten Hälfte die Rolle von Schmid und Pettersson und sorgten mit jeweils drei erfolgreichen Wurfversuchen dafür, dass sich die Löwen etwas vom hessischen Wiedersacher absetzen konnten. Garant für diesen Umstand war vor allem auch Appelgren, der im zweiten Durchgang sich hervorragend präsentierte. Als Sigurdsson einen schnellen Gegenstoß zum 20:14 einnetzte war eine kleine Vorentscheidung gefallen, zumal du Rietz im nächsten Angriff den Vorsprung sogar auf sieben Treffer ausbaute. Ab diesem Zeitpunkt mussten die Badener vor 8 252 Zuschauern das Ergebnis nur noch verwalten. Die Hessen kamen erst mit dem letzten Treffer ihres wurfgewaltigen Linkshänders Vladan Lipovina näher als fünf Tore heran. Der Meister hatte seine Serie von ungeschlagenen Spielen weiter ausgebaut.

Für die Löwen spielten:  Mikael Appelgren, Andreas Palicka  –  Andy Schmid (5), Gudjon Valur Sigurdsson (2), Dejan Manaskov (2/2), Rafael Banea Gonzalez, Mads Mensah Larsen (1), Harald Reinkind (3), Gedeon Guardiola, Marius Steinhauser (n.e.), Patrick Groetzki (1), Kim Ekdahl du Rietz (4), Hendrik Pekeler (1), Alexander Petersson (5), Michel Abt (n.e.), Maximilian Haider (n.e.)

HSG Wetzlar: Benjamin Buric, Nikolai Weber (bis 15.) – Stefan Kneer, Vladan Lipovina (5), Kristian Björnsen (3/2), Filip Mirkulovski, Philipp Weber (4), Tobias Hahn, Emil Berggren (1), Kasper Kvist (2), Evars Klesniks, Jannik Kohlbacher (4), Anton Lindskog,  Stefan Cavor (1)