Solidarität bei den Rhein-Neckar Löwen: Drastische Gehaltseinbußen für Spieler und Mitarbeiter

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„Handballer sind sehr solidarisch.“ Dieser Satz stammt von Löwen-Trainer Martin Schwalb. Zuletzt ausgesprochen hat er ihn im Löwen-Podcast, dabei ging es um die Corona-Krise und deren Folgen für die Handball-Klubs in Deutschland. Ohne Solidarität, da sind sich alle einig, wird es nicht gehen. Das gilt selbstredend auch für die Rhein-Neckar Löwen, deren Trainer, Spieler und Mitarbeiter geschlossen hinter ihrem Verein stehen und in den kommenden Monaten zum Teil drastische Einbußen bei ihren Gehältern in Kauf nehmen.

„Uns eint das Ziel, die Rhein-Neckar Löwen so gut es geht durch diese schwere Zeit zu bringen“, sagt Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. „Um das zu schaffen, brauchen wir eine gemeinsame Anstrengung. Diese haben wir nun auf den Weg gebracht.“ Rückwirkend zum 1. April geht der komplette Bundesliga-Kader der Löwen in Kurzarbeit und leistet damit einen großen Beitrag zur Entlastung der Kostenseite. Auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle gehen diesen Weg mit und befinden sich seit Monatsbeginn in Kurzarbeit.

„Wir haben sehr gute Gespräche miteinander geführt und sind alle zu demselben Ergebnis gekommen: Um das Beste für den Klub zu erreichen, müssen wir zusammenhalten und alle Entbehrungen in Kauf nehmen“, sagt Jennifer Kettemann. Die Einwilligung zur Kurzarbeit, die mit zum Teil deutlichen Abstrichen beim Gehalt einhergeht, verschafft den Löwen Luft, um die kommenden Monate ohne Einnahmen aus dem laufenden Betrieb zu überstehen. „Diese Bereitschaft ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Strategie, mit der wir die Löwen durch diese Krise steuern wollen“, so Jennifer Kettemann.

Mut machen den Löwen die zahlreichen Solidaritätsbekundungen aus allen Bereichen. Seien es Sponsoren, die in großer Zahl signalisieren, auf Regressansprüche zu verzichten. Seien es Partner, die sich zu ihrem Engagement beim zweifachen deutschen Handball-Meister bekennen. Seien es Fans, die mit dem Erwerb des „Herzensgutscheins“ oder dem Beitritt zum Löwenrudel ihrer Treue zum Verein Ausdruck verleihen: Sie alle tragen seit Wochen dazu bei, dass die Rhein-Neckar Löwen guter Hoffnung sein können, diese Krisensituation mit vereinten Kräften zu meistern.

Zur Verantwortung der Handball-Profis findet Löwen-Spielmacher und Mit-Kapitän Andy Schmid klare Worte. Es ginge nun darum, Solidarität gegenüber den Klubs und damit der gesamten Sportart zu zeigen – und zwar auf allen Ebenen: „Für uns als Mannschaft war es keine Frage, dass wir das in einem möglichst großen Rahmen machen. Wir hoffen, dass wir damit einen substanziellen Beitrag zur Stabilisierung der Lage leisten – und wir alle möglichst bald wieder unserem Sport im Löwen-Trikot nachgehen können.“

Nun hoffen alle gemeinsam, dass diese zunächst bis zum 30. Juni geltenden Maßnahmen ausreichen, um die Rhein-Neckar Löwen „krisenfest“ zu machen – soweit das in diesen Zeiten möglich ist.

Quelle: Pressestelle der Rhein-Neckar Löwen