Vorletztes Heimspiel gegen Coburg

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SG Leutershausen
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Vorletztes Heimspiel gegen Coburg
Weil man sich den Auftritt im Derby anders vorgestellt hatte, war die Stimmung zunächst ernüchternd. „Wir hatten uns im Vorfeld gesagt, dass die Mannschaft gewinnen wird, die den größeren Willen zeigt“, war Alexander Hübe, der Routinier im Tor der SG Leutershausen verwundert über das, was die Roten Teufel am vergangenen Samstag in der Nordstadthalle zeigten: „Schwetzingen hat direkt klar gemacht, dass sie diese zwei Punkte wollen. Deshalb war der Sieg insgesamt verdient.“

An Hübe lag es zumindest nicht, dass die SGL mit 16:19 bei der HG Oftersheim/Schwetzingen verlor und anschließend auf den vierten Tabellenplatz abrutschte. Die Abwehr – wenn auch ohne Manel Cirac – stand größtenteils gut, vielmehr klemmte es im Angriffsspiel. Und zwar so ziemlich an allen Ecken und Enden: „Wir haben überhaupt keine Lösungen gefunden“, sagte Hübe. Nachdem die ersten zwei, drei Aktionen nicht den gewünschten Erfolg einbrachten, war bereits die Verunsicherung zu spüren: „Wir müssen einfach wieder auf die Dinge vertrauen, die wir können, dann werden wir auch wieder besser spielen.“
Trainer Frank Schmitt wollte nichts schön reden, konnte bei seiner Mannschaft aber keine mangelnde Einstellung erkennen. „Wenn man nur 19 Gegentore bekommen hat, dann kann nicht alles schlecht sein“, sagte er: „Wir haben eine gute Deckung gestellt, vorne haben wir lediglich die entscheidenden Aktionen nicht genutzt.“

Für eine bessere Leistung wäre am Samstag eine gute Gelegenheit. Wenn die Zweitliga-Reserve des HSC 2000 Coburg in der Heinrich-Beck-Halle gastiert, dann sollte seine Mannschaft mit dem notwendigen Ehrgeiz an die Aufgabe herangehen, um den Zuschauern im vorletzten Heimspiel der Saison zwei Punkte schenken zu können.

Die Oberfranken stehen mitten im Abstiegskampf. Mit 16 Punkten ist man Drittletzter – auch wenn Coburg noch ein Spiel weniger als die Konkurrenz absolviert hat. Um nicht abzusteigen, müssen dringend Punkte her. Das Restprogramm ist nicht gerade leicht: Nach dem Auswärtsspiel am Samstag gegen die SGL muss man noch gegen Eisenach, Baunatal, Hanau und Schwetzingen antreten. Der Trend: Aus den vergangenen fünf Spielen holte man fünf Punkte.

Das Hinspiel gewann die SGL im November deutlich. In der 3500 Zuschauer fassenden HUK-Coburg Arena siegte man vor knapp 100 Zuschauern mit 30:21 – dabei hatte man vor allem mit Rückraumschütze Andreas Wolf Probleme. Schmitt: „Coburg hat nun eine ganz andere Mannschaft als noch im Hinspiel. Sie haben einen neuen Innenblock – das wird eine extrem schwierige Aufgabe für uns.“
Denn personell sieht es sehr schlecht aus. Neben Maximilian Rolka fällt nun auch Felix Jaeger bis zum Saisonende aus. Schmitt hat nun noch drei nominelle Rückraumspieler im Kader: „Das ist keine einfache Situation.“ Auch wenn Niklas Ruß zuletzt auf der Mitte spielte – viele Optionen zu wechseln hat der Trainer nicht, zumal es am Samstag keine Unterstützung aus der zweiten Mannschaft geben wird, die selbst ein wichtiges Spiel hat. Ein Trost: Linksaußen Gianluca Pauli ist wieder zurück und wird auf der Platte stehen…
Samstag, 19 Uhr: SG Leutershausen – HSC Coburg II.