Von Anfang bis Ende hochkonzentriert

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Handball-3.Liga: Souveräne Vorstellung der SG Nußloch beim 37:28-Erfolg in Northeim

Northeim. (bz) Raus aus dem Bus nach vier Stunden Anreise und direkt geliefert. Auf beeindruckende Art und Weise begannen die Drittliga-Handballer der SG Nußloch ihr Auswärtsspiel beim Northeimer HC, dass sie mit 37:28 (20:12) für sich entschieden.

„Die Jungs haben eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt, viele Tore über die erste und zweite Welle gemacht, dazu in der Abwehr überzeugt, inklusive einer guten Torhüterleistung“, zog SGN-Trainer Marc Nagel ein rundum positives Fazit zum zehnten Saisonsieg im 14. Spiel.

Nach exakt 6 Minuten und 19 Sekunden wuchtete Kapitän Kevin Bitz den Harzball zum 5:0 in die Maschen. Elf Sekunden darauf musste sich die exzellente SGN-Abwehr das erste Mal geschlagen geben und als David Ganshorn wiederum nur wenige Sekunden darauf auf 6:1 stellte, nahmen die Gastgeber ihre erste Auszeit. Nichts zu beanstanden gab es in selbiger für den Nußlocher Coach. Seine Sieben setzte genau das um, was er im Vorfeld der Partie forderte. Sie packte in der Abwehr auch ohne den erkälteten Simon Kuch kompromisslos zu, Northeim musste sich jeden einzelnen Treffer hart erarbeiten.

Auf Seiten der Blau-Weißen feierte Christian Zeitz seine Rückkehr nach dreiwöchiger Verletzungspause. Der Einriss in der Bindehaut ist verheilt und Zeitz war in Südniedersachsen umgehend auf Betriebstemperatur. Er erzielte den ersten Treffer, insgesamt trug sich der Linkshänder vier Mal in die Torschützenliste ein.

Am treffsichersten erwiesen sich Martin Schmiedt (8 Tore), der zudem alle drei Versuche vom Siebenmeter-Strich verwandelte, sowie wieder einmal David Ganshorn am Kreis, der ebenfalls acht Tore zum Auswärtssieg beisteuerte. „Martin hat seine Chancen souverän abgeschlossen“, lobte Nagel seinen Linksaußen. Im Tor hielt Marco Bitz über 50 Minuten sehr überzeugend, ehe Fabian Lieb für den Rest des Spiels zwischen die Pfosten rückte. Gar nicht auflaufen konnten Adrian Fritsch, den Knieprobleme außer Gefecht setzten, sowie Pascal Kirchenbauer, der morgen am Meniskus operiert wird und dieses Kalenderjahr nicht mehr ins Geschehen eingreifen kann.

Nach der schnellen 6:1-Führung hatte Nußloch das Geschehen im Griff. Northeim biss sich zwar zurück in die Partie, doch immer dann, wenn der Anschluss drohte, drehte die SGN auf. Mehrere Serien von drei oder mehr Toren am Stück sorgten über den kompletten Spielverlauf dafür, dass der Vorsprung nie unter drei Tore Differenz fiel. Extrem kaltschnäuzig zeigten sich Ganshorn und Co. in den sechs Minuten vor der Pause. In diesem Zeitraum nutzten sie quasi jede Gelegenheit und schraubten das Ergebnis von 14:11 auf den 20:12-Halbzeitstand.

Zwar gelang Northeim der erste Treffer nach der Pause, allerdings legten zwei Mal Schmiedt und einmal Nicolas Herrmann postwendend zum 23:13 nach. Damit schoben die Nußlocher jeden restlichen Zweifel zur Seite, bis zur Schlusssirene blieb der Vorsprung konstant, ehe die Begegnung mit dem Ergebnis von 37:28 zu Ende ging.

„Ab der 40. Minute konnten wir komplett durchwechseln und allen Akteuren Spielanteile geben“, sagte Nagel, der in dieser Phase beispielsweise Nico Herrmann auf Halbrechts einsetzte oder auch mit zwei Kreisläufern agierte.

Mit nun 20:8 Punkten befindet sich die SGN im punktgleichen Verfolger-Trio mit der SG Leutershausen und der HSG Rodgau Nieder-Roden. Am kommenden Sonntag kommt mit der HSG Hanau der Tabellensechste in die Olympiahalle. Anwurf ist wie gewohnt um 17 Uhr.

SG Nußloch: M. Bitz, Lieb, Mangold (alle Tor), Schmiedt 8/3, Strüwing 2, Geppert 3, Zeitz 4, Surblys 1, Wichmann 1, K. Bitz 4, Klimovets, Herrmann 4, Ganshorn 8, Petróczi 2.