Verrückter Saisonabschluss in Reilingen

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Verrückter Saisonabschluss in Reilingen

Das hatten die zahlreichen Fans in der Fritz-Mannherz-Halle Reilingen schon lange nicht mehr erlebt! Soeben wurde der letzte Pass zum 31:31 Unentschieden zwischen der 
HSG St. Leon/Reilingen und den Junior-Bären in der BWOL gespielt und die Fans rieben sich verwundert die Augen. Was in den letzten 10 Minuten des Spiels – beim Stand von 27:20 für die gastgebende HSG – passierte, glich einem Wunder. Doch der Reihe nach:

Schon nach wenigen Sekunden der erste Schock für die Bären. Torhüterin Katja Heinzmann, ein Eigengewächs aus St. Leon/Reilingen, musste nach genau 26 Sekunden mit Verdacht auf „Handgelenksbruch“ ins Krankenhaus gebracht werden. Doch glücklicherweise bestätigte sich der erste Verdacht nicht und es war „nur“ eine starke Prellung.
Das Spiel begann für die „Junior-Bären“ wie in den letzten Wochen. Der Anfang verschliefen sie und schnell lagen sie mit 7:2 zurück. Der Coach nahm eine Auszeit, um die Nerven seiner Spielerinnen zu beruhigen. Danach wurde das Spiel etwas ausgeglichener. Trotzdem stand es 15:11 für die Hausherrinnen zum Halbzeitpfiff der sehr guten Schiedsrichter aus Gutach.
Auch in der zweiten Halbzeit musste Adrian Fuladdjusch beim 20:13 wieder früh die „Grüne Karte“ auf den Tisch legen, als seine Mannschaft das erste Mal mit sieben Toren in Rückstand lag. Der Trainer beschloss, nun „Alles auf eine Karte“ zu setzen. Er ordnete eine enge Deckung über das gesamte Spielfeld an und ließ eine Spielerin an der Mittellinie stehen, um eventuelle Konter schnell abschließen zu können. Nach anfänglichen Problemen mit dieser Spielweise griff das neue „System“ so langsam. 
Beim Stand von 27:20 begann dann die unglaubliche Aufholjagd. Tor um Tor kamen die Bären näher, und die HSG St. Leon/Reilingen nahm erst beim Ausgleich zum 29:29 die lang ersehnte „Auszeit“.  Doch nur noch einmal konnten sie mit 30:29 in Front gehen, ehe Rebecca Engelhardt den 31:30 Führungstreffer erzielte. Nach der ersten Strafzeit für die Junior-Bären fiel nur noch der Ausgleich zum 31:31.
„Passt zu unserer Saison dieses Spiel. Tolle Moral der Mannschaft, die immer dran gelglaubt hat, noch etwas Zählbares mitzunehmen. Ein riesengroßes Dankeschön an die Fans, welche nach dem Spiel der ersten Mannschaft nachgefahren sind!“, so der glückliche Trainer Fuladdjusch.
Die Junior-Bären spielten mit Katja Heinzmann und Sarah Kral im Tor, 
Justine Stindl (7/2), Anna Widmaier (4), Julia Löbich, Pia Büßecker (1), Lara Eckhardt, Ina Bühl (1), Rebecca Engelhardt (3), Saskia Zachert (5), Rebecca Berg (2), Theresa Köhler (8/2)
Text: Wolfgang Schwan

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