TSG Eintracht reist aus Viernheim mit leeren Händen ab; 29:27-Niederlage beim Meister

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TSG Eintracht reist aus Viernheim mit leeren Händen ab; 29:27-Niederlage beim Meister

Am Samstag stand für das Wolfsrudel die hammerharte Auswärtshürde beim Meister der Handball-Badenliga aus Viernheim an. Betrachtet man das reine Ergebnis von 29:27 (15:12), würde sich durchaus von einem ordentlichen Auftritt sprechen lassen. Doch es war mehr drin für die Eichhorn-Truppe. Trotz großem Kampfgeist verpassten die Wölfe immer im entscheidenden Moment die Big Points und unterlagen dem TSV Amicitia demnach folgerichtig.

Timm Kemptner sorgte für einen guten Beginn und erzielte für seine Farben das Eröffnungstor. Doch mit ihrem Tempospiel setzten sich die Südhessen dann auch schon mit 05:03 ab (10.). Aber Einsatzbereitschaft und Moral stimmten bei den Wölfen und damit ließen sie die Hausherren nicht enteilen (11:09/ 21.). Leider war die Defensive ohne den verhinderten Ralf Duwe vor allem anfänglich zu brav und der Viernheimer Angriffsmotor durfte oftmals schalten und walten, ohne entscheidend gestört zu werden. Gegen Ende der ersten Hälfte blieben einige gute Chancen ungenutzt und so ging es mit 15:12 zur Pausenbesprechung. Dieser Spielstand sorgte für Zuversicht bei den zahlreichen mitgereisten Anhängern der TSG Eintracht, die Morgenluft witterten.

Viernheim setzte nach dem Seitenwechsel gleich ein Ausrufezeichen und erarbeitete sich einen Fünf-Tore-Vorsprung (20:15/ 39.). Aber jedes Mal, wenn der Meister zu entwischen drohte, legte das Rudel eine Schippe drauf und fightete sich wieder heran (21:19/ 44.). Leider wurden gleichzeitig danach auch immer die Big Points sträflich ausgelassen. Freie Würfe fanden zu häufig nicht ihr Ziel, weggeworfene Bälle und technische Fehler taten ihr Übriges. Dementsprechend blieb der Gleichsstand stets verwehrt. Die Eichhorn-Truppe ließ aber nicht einmal annähernd die Köpfe hängen und blieb auch durch einen guten Sebastian Kaiser im Tor, der nach langer Verletzungspause wieder dabei war, im Spiel (27:25/ 56.). Beim Spielstand von 29:27 wurde das Spielgerät gut eine Minute vor Ende nochmals erobert, doch ein technischer Fehler verhinderte eine spannende letzte Zeigerumdrehung. So blieb ein gehaltener Strafwurf durch Kaiser nach Abpfiff nur eine Randnotiz.

Erneut hat das Wolfsrudel sich leider nicht für einen engagierten Auftritt belohnt. Heute wäre auch beim Meister ein anderer Ausgang möglich gewesen. Doch man agierte im entscheidenden Moment nicht clever genug. Gegen eine Spitzenmannschaft ist das einfach zu nutzen. Dennoch sollte man sich das Positive aus der Begegnung behalten und am Samstag (25.03.) um 18 Uhr daheim gegen Birkenau wieder auf die Platte bringen.

TSG Eintracht: Schürmann, Kaiser; Konietzny, T. Pristl (6), Maier (4), Triebskorn, J. Bastel (1), Koffeman (2/1), Hellwig, Stadler (1), Denne (8/3), Kemptner (3), R. Verclas (2).

bs