SG Pforzheim/Eutingen in der Hammergruppe

Zum Ablauf der Handball-Saison darf die SG Pforzheim/Eutingen um Jugendkoordinator Alexander Lipps wieder ein stolzes Fazit ihrer als vorbildlich anerkannten Jugendarbeit ziehen: Die männliche C-Jugend ist badischer Meister, die männliche B-Jugend hat sich als Zweiter in der Oberliga Baden-Württemberg für die Endrunde der deutschen Meisterschaft qualifiziert, die männlichen A-Jugend ist Tabellensiebter in der Bundesliga und dank der Endrundenqualifizierung der B-Jugend auch für die Saison 2017/2018 in der A-Jugend-Bundesliga startberechtigt.

Diese Erfolge sind umso bemerkenswerter, weil die Jugendarbeit im deutschen Handball seit Jahren von den Erst- und Zweit-Bundesligisten und zum Großteil von deren Sportinternaten dominiert wird. Es verdient hohe Anerkennung, dass die Eutinger als Amateurverein ohne professionelle Strukturen in den vergangenen sechs Spielrunden sowohl bei der A- als auch der B-Jugend jeweils viermal die Endrunde der zwölf besten Jugendmannschaften erreicht haben.

Nach knapp verpassten Teilnahmen in den vergangenen beiden Jahren darf sich die männliche B-Jugend der Eutinger als Vizemeister der Oberliga Baden-Württemberg wieder auf die Gruppenspiele bei der „Deutschen“ freuen. Dort starten die von Alexander Bossert und Marcel Kronenwett trainierten und betreuten Jungs in einer Hammergruppe mit dem amtierenden deutschen B-Jugendmeister Füchse Berlin und dem Nachwuchs des Erstbundesligisten Bergischer HC in der Gruppe A. In den Vergleichen mit Vor- und Rückspielen müssen die Pforzheimer am kommenden Samstag (22. April) zunächst beim Bergischen HC in Solingen auflaufen, um in den Heimspielen, am Samstag, 29. April, um 14 Uhr in der Fritz-Erler-Halle die Berliner Füchse und tags darauf ab 16 Uhr in der Konrad-Adenauer-Halle den Bergischen HC zu empfangen. Der Abschluss der Gruppenspiele aus der sich der Erste für das Halbfinale qualifiziert, steigt am 14. Mai bei den Füchsen in Berlin.

Wie schwer die Aufgabe am Samstag in Solingen wird, zeigt schon gegen welche Prominenz sich der Bergische HC im Verlauf der Saison in der Nordrheinliga behauptete. Dort feierten die Bergischen bei Gegnern wie Bayer Dormagen, VfL Gummersbach und Tusem Essen souverän mit 34:2-Punkten die Meisterschaft.

Aggressive Deckung

Und trotzdem darf die SG-Truppe am Samstag zwar mit Respekt aber dennoch mit berechtigtem Hoffnung ins Bergische fahren, denn die Oberliga Baden-Württemberg dürfte mit dem Nachwuchs der Erst- und Zweitligisten wie HBW Balingen/Weilstetten, SG Kronau/ Östringen, TV Bittenfeld/Stuttgart oder HSG Konstanz kaum dem Niveau der Nordrheinliga hinterherhinken. Die aus dem badischen und württembergischen Raum gebildete Multi-Kulti-Truppe, in deren Reihen sogar „Handball-Exoten“ aus Thailand und Kolumbien stehen, wuchs im Verlauf der Saison immer besser zusammen. Ihre Stärke liegt in der Abwehr, die mit ihrer aggressivem 3-2-1-Version im Rundenverlauf im Durchschnitt lediglich 20 Gegentreffer zuließ und damit die beste Defensive der Liga stellte. Trainer Alexander Bossert setzt aber vor allem auf die mannschaftliche Geschlossenheit. „Wer in meinem Team herausragende Akteure oder einen Toptorschützen sucht, wird nicht fündig werden. Die Mannschaft zeichnet sich durch ihre hohe Variabilität und Ausgeglichenheit sowie ihren mitreisenden Kampfgeist aus.“

 

Quelle: http://www.pz-news.de/sport_artikel,-SG-PforzheimEutingen-in-der-Hammergruppe-_arid,1160526.html 

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