Nackenschlag in Coburg

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Nackenschlag in Coburg

Handball-3.Liga: Die SG Nußloch unterliegt bei der Reserve des Zweitliga-Spitzenreiters mit 25:28 – Schneechaos führt zu verspäteter Ankunft

Coburg/Nußloch. (bz) Das hatten sich die Drittliga-Handballer der SG Nußloch ganz anders vorgestellt. Als Favorit ist der Tabellenzweite zum HSC 2000 Coburg II gereist, nach Hause ging es mit einer 28:25 (16:14)-Niederlage im Gepäck.

„Wir haben uns heute selbst geschlagen“, nahm Philipp Müller, einer der drei spielenden Interimstrainer neben Jochen Geppert und Christian Zeit, kein Blatt vor den Mund, „den Einsatzwillen kann ich niemandem absprechen, aber wir waren auf allen Positionen in den entscheidenden Situationen immer einen Schritt zu langsam.“ Nahezu über die komplette Spielzeit liefen die Nußlocher einem knappen Rückstand hinterher. Dinge, die letzte Woche in Groß-Bieberau funktionierten, wollten dieses Mal einfach nicht klappen. Eine schwache Abwehr, Gegentore aus unmöglichen Winkeln und ein Rückraum, der unter 50 Prozent Erfolgsquote beim Abschluss blieb. „Jedes Mal, wenn wir die Chance hatten auszugleichen, haben wir aufgrund eines eigenen Fehlers die Möglichkeit ausgelassen“, haderte Müller mit dem eigenen Unvermögen, aber auch dem nötigen Quäntchen Glück, das die Blau-Weiß-Blauen beinahe nie über die 60 Minuten auf ihrer Seite hatten.

Die aufgrund des Wintereinbruchs von Samstag auf Sonntag über fünfstündige Anreise auf teils sehr schlecht zu befahrenden Straßen – der SGN-Tross traf erst 50 Minuten vor Spielbeginn in Coburg ein – wollte Müller nicht als Ausrede gelten lassen. „Das hat uns nicht gestört“, sagte der sechs Mal erfolgreiche Kreisläufer dazu. Zumal die Anfangsphase überhaupt nicht das Problem gewesen ist. Bis zum 6:6 (12.) begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Es folgten die fünf perfekten Minuten von Coburgs Andreas Wolf. Der wurfgewaltige Rückraumschütze brachte den HSC mit vier Toren in Serie erstmals deutlich in Front (10:6).

Von da an hatte das Duell etwas vom Wettlauf des Hasen mit dem Igel. Immer wenn die Nußlocher auf ein oder zwei Tore herankamen, zogen die Gastgeber wieder davon. Zugute kam dem HSC seine bedächtig agierende Offensive, die ihre Angriffe stets lange sowie am Randes des Zeitspiels ausspielte. „Das war natürlich nicht einfach für uns, da es dadurch insgesamt weniger Angriffe gab“, hatte die SGN laut Müller reichlich Mühe mit dieser Zermürbungstaktik.

Dennoch schien kurz Ende wenigstens das Remis in greifbarer Nähe zu sein. 71 Sekunden nach der letzten Gäste-Auszeit hatten Felix Gäßler und Christian Zeit auf 26:25 verkürzt. Coburg nahm nun seinerseits die letzte Auszeit 95 Sekunden vor dem Ende. Ein wiederum wohl überlegt zu Ende gespielter Angriff brachte das vorentscheidende 27:25 durch Bühler. 34 Sekunden vor dem Ende scheiterte ausgerechnet Nußlochs Bester, Nicolas Herrmann per Siebenmeter. Damit war das Ding durch.

„Jetzt haben wir selbstverständlich eine lange und wenig erfreuliche Heimfahrt vor uns“, berichtete Müller, ehe sich die Nußlocher in den Bus setzten.

Am kommenden Samstag steigt in der Olympiahalle das letzte Spiel des Jahres. Gegner ist um 20 Uhr die SG Leipzig II.

SG Nußloch: M. Bitz (1), Lieb (beide Tor), Kuch, Crocoll (1), Körner (1) Müller (6), Fritsch, Zeitz (2), Geppert (1), Gäßler (2), M. Schmitt, Buse, K. Bitz (1), Gerdon (1), Herrmann (9/4), Petróczi.

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