Konzentration für ein Viertel reicht in der Verbandsliga nicht aus

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Verbandsliga Herren

HSG Ettlingen : TSG Dossenheim    22:26  (12:15) 

Die HSG Ettlingen scheiterte mit dem nächsten Anlauf, das Punktekonto auf der Habenseite zu vergrößern. Gegen den Tabellendritten aus Dossenheim sah es im ersten Drittel noch nach einer Überraschung aus, denn die „Albtal-Tigers“ lagen in dieser Phase einmal sogar mit vier Toren in Front. Doch dann hat die Mannschaft wohl der eigene Mut verlassen und man fiel in alte Muster zurück. Die cleveren Dossenheimer nutzten dies sofort aus und lagen bei Halbzeit mit 12:15 vorne. Die zweite Hälfte war dann ein Rückfall in alte Zeiten. Die Jungs aus dem Albtal wurden nervöser, produzierten eine Vielzahl an technischen Fehlern und schließlich ging die Konzentration langsam den Bach runter. Angeführt von dem technisch versierten Spielmacher Nicolai Elfner zogen die Gäste bis Mitte des zweiten Durchganges auf 13:22 davon. Damit war die Suppe schon früh in der Partie gegessen. Das Team von Trainer Wolfgang Elfner schaltete danach einen Gang zurück, so dass die Hausherren Ergebniskosmetik betreiben konnten, ohne den Gegner jedoch in Gefahr zu bringen. Nach sechzig Minuten mussten die Anhänger der „Albtal-Tigers“ die zehnte Niederlage dieser Saison akzeptieren. 

Das Fatale an der Geschichte der Tigers ist, dass sie fast in jeder Partie gezeigt haben, dass sie auch anders auftreten können. Gegen das Team aus der Region Heidelberg war die Startphase zum Augenreiben. Mit einer 5:1 Deckung schafften es die Hausherren intelligent, TSG- Spielmacher Elfner aus dem Spiel zu nehmen. Der Torgarant der Gäste konnte nur einmal im ersten Viertel jubeln. Die Gastgeber bestimmten im Angriff die Begegnung und lagen im ersten Viertel ständig in Führung. Rückraumriese Ivan Stajic versenkte fast jeden Wurfversuch und trug wesentlich dazu bei, dass die Tigers bis zur 14. Minute auf 9:5 davonziehen konnten. Was danach kam, konnten die Fans der HSG nur schwer begreifen. Mit selbst produzierten Fehlern luden der Tabellenletzte plötzlich den Favoriten ein, doch noch seiner Rolle gerecht zu werden. Mit einem 1:6 Lauf übernahm die Elfner Sieben die Führung und zog bis zur Halbzeit auf 12:15 davon. 

Nach Wiederanpfiff war eine andere Heimmannschaft auf der Platte. Die Spieler agierten unkonzentriert und ließen den Tabellendrittel immer mehr das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Angeführt von Nicolai Elfner, dessen Kreise die Tigers nicht mehr entscheidend störten, zogen die Gäste immer weiter davon. Die Hausherren brachten im dritten Viertel nur einen Wurf im Tor des Gegners unter und hatten zu diesem Zeitpunkt die Partie schon weggeschenkt. Nach dem Zwischenstand von 13:22 nahmen die Dossenheimer den Fuß vom Gaspedal und ermöglichten der HSG Ergebniskosmetik zu betreiben. Die Elfner Truppe kontrollierte die Begegnung aber, so dass ihr dritter Auswärtssieg nicht mehr in Gefahr geriet. 

Die HSG Ettlingen wird weiter am eigenen System arbeiten müssen und vor allem endlich Konstanz auf dem Feld zeigen. Dass die Jungs in der Lage sind, eine andere Leistung bieten können, haben sie in dieser Runde zumindest phasenweise schon mehrfach bewiesen. „Albtal-Tigers“, lasst den Kopf nicht hängen, denn noch liegen fünfzehn Partien vor euch und abgerechnet wird erst am 26. April 2020.

Für die HSG Spielten:  Marius Witz, Simon Erdwein – Jonas Weiß (1), Fabian Broschwitz (2), Jan Lasse van den Heuvel (2), Markus Stober, Hannes Röpke (1), Christian Kurrle (4/3), Dirk Ibach, Philipp Witz (2), Yannik Espe (4), Tobias Broschwitz (1), Nick Stober, Ivan Stajic (5)

Für die TGD spielten: Nils Arndt, Dominic Elfner – Lukas Jünger (6), Simon Heinicke (4), Leon Kaul (3), Nicolai Elfner (5/3), Anton Aupperle (2), Timon Fabig (1), Patrick Almeida, Michael Winterer (1), Max Dehnert (1), Nils Zach, Nils Krause, Tobias Breitschwerdt (3)