SGSW ist der Jahresabschluss in der Badenliga total misslungen

0
642
SG Stutensee-Weingarten
http://www.sgsw.de

Die erste Herrenmannschaft der SG Stutensee-Weingarten erwischte in der Badenliga am letzten Spieltag des Jahres 2018 einen rabenschwarzen Abend. Beim Liganeuling TSG Plankstadt erlebte das Team eine erste Halbzeit, die die Jungs und Trainer Steffen Bechtler nicht so schnell vergessen werden. Fast ohne Gegenwehr ging die Spielgemeinschaft bis zum Pausenpfiff mit 20:6 unter. Nach dem Wechsel nahmen die Hausherren den Fuß vom Gaspedal und wechselten immer wieder durch. Die Gäste wurden in der Pause von Trainer Bechtler entsprechend „bearbeitet“ und boten im zweiten Durchgang eine andere Körpersprache, konnten aber nicht verhindern, dass die Niederlage mit 36:25 sehr heftig ausfiel. Eine schwere Bürde, die mit in die Winterpause genommen wird.

Die Truppe von Steffen Bechtler erlebte unter der Woche keine gute Vorbereitung und reiste ohne Torhüter Pascal Duck sowie Rückraumschütze Felix Mügendt, der wohl länger ausfallen wird, zu den Kurpfälzern. Dies allein erklärt aber nicht, dass das Team solch eine Leistung in den ersten dreißig Minuten auf die Platte bringen musste. Weder im Angriff noch in der Abwehr fand sich ein Spieler, der annähernd Normalmaß erreichen konnte. Es schien so, als hätte sich das Team schon nach zwanzig Minuten in sein Schicksal ergeben. Die SGSW verschlief den Start total und lag schnell mit 5:1 im Hintertreffen. Nach einem kurzen Aufbäumen hatten die Jungs von Trainer Bechtler den Anschluss zum 6:4 geschafft, verloren danach aber vollständig den Faden. Die Abwehr ließ den gegnerischen Rückraum mit Spielmacher Dominic Stadler und den beiden Schützen Dario Tukur und Nicolas Großhans nach Belieben schalten und walten. Die Drei erzielten siebzehn Treffer und bedienten zusätzlich ihre Nebenleute mit einer Vielzahl von verwertbaren Vorlagen. Die Deckung der Gäste aus Stutensee-Weingarten fand im ersten Durchgang keinen Zugriff auf das Tempospiel der Hausherren. Die Zusammenarbeit im Abwehrverband erwies sich mehr als lückenhaft, so dass Torhüter Sascha Helfenbein nur alt aussehen konnte. Selbst eine frühe Auszeit von Steffen Bechtler half dem Tabellensechsten nicht. Die Gegenwehr erlahmte nach der 20. Minute fast ganz und der starke Aufsteiger nahm mit einem unerbittlichen 6:0 Lauf der SGSW bis zum Pausenpfiff jegliche Hoffnung, in der zweiten Hälfte eventuell noch etwas ändern zu können.

Trainer Bechtler gab später auch zu: „Wir sind in der ersten Halbzeit vorgeführt worden. In solch einer Begegnung ohne Aggressivität und Konzentration auskommen zu wollen ist tödlich. Wir waren einfach nicht bei der Sache.“ Er hatte dann zehn Minuten Zeit, sein Team in der Kabine bei der Ehre zu packen und neu einzustellen.

Nach Wiederanpfiff konnten die SG-Fans zumindest erkennen, dass ihre Jungs mit einer anderen Körpersprache zu Werke gingen. In der Vorwärtsbewegung war mehr Aktivität und die Spieler zeigte auch den Willen, sich nicht nur vorführen zu lassen. Die Abwehr agierte zwar weiterhin sehr löchrig und arbeitete in der Rückwärtsbewegung nicht schnell genug, aber im Angriff wurden öfters Lösungen gegen die offensive Deckung der Gastgeber gefunden. Die Kurpfälzer drückten in den zweiten dreißig Minuten angesichts der komfortablen Führung nicht mehr auf das Tempo, bestraften aber Fehler ihrer Gegner immer wieder mit schnellen Gegenstößen. Die Bechtler Schützlinge erzielten nach dem Wechsel neunzehn Tore und gewannen damit den zweiten Durchgang mit 15:19, konnten aber damit die desolate Leistung von Halbzeit eins nicht vergessen machen.

Trainer Steffen Bechtler hat nun Zeit bis zum nächsten Auftritt seiner Mannschaft am 27. Januar 2019 gegen die SG Pforzheim/Eutingen II die Jungs wieder aufzurichten. Die SGSW liegt im Moment auf dem sechsten Tabellenplatz kann sich aber nicht sicher sein, nicht weiter abzurutschen. Der Vorsprung zum Tabellenvorletzten Hockenheim beträgt nur vier Punkte und bei der Leistungsdichte der Badenliga sind solche Unterschiede schnell aufgebraucht. Hinter der Spielgemeinschaft rangieren noch Teams wie Viernheim, Wiesloch oder der nächste Gegner aus der Goldstadt, die unbedingt aus dieser Tabellenregion nach oben wollen. Auf Trainer Bechtler und seine Mannschaft steht nach den Feiertagen reichlich Arbeit ins Haus. Kapitän Marvin Morlock und seine Kameraden müssen die Begegnung in Plankstadt nun schnell aus den Köpfen bekommen und den Fokus voll auf die noch ausstehenden Partien richten. Immerhin tritt das Team noch sechsmal zuhause an und hat somit gute Möglichkeiten, die notwendigen Punktgewinne einzufahren.

Nun wünschen wir den Jungs und allen Verantwortlichen um das Team schöne Feiertage und einen guten Start in ein verletzungsfreies Jahr 2019.

 

Für die TSG spielten: André Treiber, Benjamin Bodenseh –  Tobis Pristl (3), Julian Maier (3), Maximilian Skasik (2), Dario Tokur (4), Björn Koffemann (2), Timo Munz (5), Nicolas Großhans (7), Dominic Stadler (6), Maximilian Denne (3/2), Timm Kemptner (1), Nikolas Zincke

 

Für die SGSW spielten: Sascha Helfenbein, Tobias Horn –  Kai Rudolf (4), Max Waltert, Vedran Dozic, Max Weickum (4), Justus Bieberstein (2), Rouven Martus (1), Jan Lasse van den Heuvel, Nils Pollmer (5), Marvin Morlock (6/4), Marvin Kikillus (3)