Ersatzmann Fritsche überragend

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Ersatzmann Fritsche überragend

Sorgenfalten konnte man bei Axel Buschsieper vor der Partie bei der SG Pforzheim/Eutingen II zwar nicht erkennen, doch seine Personaldecke war sehr dünn. So war unter anderem klar, dass er im Verlauf des Spiels auf Timo Fritsche würde zurückgreifen müssen. Der Torhüter der 1b des TSV Birkenau zeigte allerdings, warum sich Buschsieper auch gar keine Sorgenfalten machen musste – und sicherte mit einer bärenstarken zweiten Halbzeit den 26:24-Sieg der Falken.

„In 30 Minuten hat er glaube ich eine Quote von über 60 Prozent gehaltener Bälle gehabt“, lobte Buschsieper seinen Keeper Fritsche: „Er hat alles gestochen, was da war.“ Auch Mitspieler Jonas Böhm freute sich mit seinem Torhüter: „Weltklasse-Leistung unseres Alt-Stars“, witzelte er und ergänzte: „Da hat er gezeigt, dass er schon Regionalliga gespielt hat.“ Tatsächlich stand die Partie unter keinem guten Stern, bis Fritsche für den noch krankheitsbedingt geschwächten Ruven Dietrich ins Gehäuse kam. Der 14:16-Pausenrückstand konnte aber noch zu einem Punktgewinn gedreht werden, auch weil die Defensive in allen Teilen nun wesentlich besser stand. Trotzdem war der Matchwinner ganz klar ausgemacht – auch für den Coach: „Das Spiel steht im Zeichen des Fritsche.“

Will man die ganze Geschichte der Partie erzählen, darf man jedoch aus Sicht der Birkenauer auch die eines mageren ersten Abschnitts nicht weglassen. „Die erste Halbzeit war richtig schlecht“, wusste auch Buschsieper: „Vorne wie hinten.“ Eine Führung gab es für die Falken in diesen 30 Minuten nicht, einen Ausgleich auch nur bis zum 2:2 in der dritten Minute. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte die SG sogar den Ball und nahm eine Auszeit, um sich auf die letzten 17 Sekunden vorzubereiten und den Vorsprung weiter auszubauen – doch zumindest das klappte nicht, sodass sich der Rückstand der Odenwälder beim 14:16 in Grenzen hielt.

Durchgang zwei entschädigte dann aber für dich schwächere Leistung zuvor. Nach achteinhalb Minuten glich Niclas Jöst für die Falken aus, bis dahin hatte Fritsche mit seiner erstarkten Defensive nur zwei Gegentore einstecken müssen. Auch wenn Pforzheim/Eutingen II sich nochmal mit einem 3:0-Lauf versuchte Abzusetzen, der Südhessen hatten nun Lunte gerochen. Zehn Minuten lang war der eigene Kasten wie vernagelt, die Hausherren bekam einfach keinen Ball mehr ins TSV-Tor. Die zogen dagegen endlich mal vorbei und gingen mit 23:21 selbst in Führung. „Wir haben uns einen kleinen Vorsprung erarbeitet und den dann auch bis zum Schluss gehalten“, freute sich Buschsieper über diese starke Phase. Es blieb umkämpft, doch die Nerven der Falken hielten stand.

Einen Ausgleich konnten die Gastgeber noch erzwingen, dieser wurden in den letzten zweieinhalb Spielminuten indes mit zwei weiteren TSV-Tore belohnt. „Wir haben sehr gut gedeckt und nur acht Gegentore bekommen“, lobt Buschsieper den zweiten Abschnitt: „Über die Abwehr haben wir dann auch ganz viele schnelle, einfache Tore erzielt.“ Das 26:24 und somit zwei Punkte für Birkenau war der Lohn. „Das hatte viel mit Wille und Emotionen zu tun“, so Buschsieper: „Wir haben gewonnen, das war das Ziel.

SG Pforzheim/Eutingen II: Studentkowski, Löckel, Petruzzi 5, Mosca 5, Langenfeld 4, Ungerer 3, Stegmüller 3, Brath 2, Melcher 1, Wittke 1, Kost, Staib, Mohrlok.

TSV Birkenau: R. Dietrich, Fritsche; Kleis 6/2, Höhne 5, Jöst 3, Kinscherf 2, Böhm 2, Zehrbach 2, Weis 2, Gutsche 1, Fey 1, Brock 1, Conrad 1.

Strafminuten: Pforzheim/Eutingen: 0 – Birkenau: 0.

Siebenmeter / -tore: Pforzheim/Eutingen: 1/0 (Brath 1/0) – Birkenau: 5/2 (Kleis 3/2, Höhne 1/0, Böhm 1/0).

Schiedsrichter: Haak (Stutensee) – Müller (Stutensee).

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