Endlich ersten Sieg eingefahren

HSG kann es doch noch

Endlich ersten Sieg eingefahren

HSG St. Leon/Reilingen – TSV Birkenau 28:27

Endlich war es am Freitag soweit: Das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen hat den ersten Sieg der laufenden Runde eingetütet. Ein Sieg, der sich schon in den letzten Spielen angedeutet hatte. Während jedoch in den vorhergehenden Partien immer wieder der letzte Punch und das berühmte Quäntchen Glück gefehlt hatten, hat sich das HSG-Team am vergangenen Freitag schließlich für seinen nimmermüden Einsatz und seinen Glauben an die eigene Stärke mit dem Sieg gegen Birkenau belohnt. Dazu bedurfte es gegen Ende des Spiels einer sehr aufopferungsvoll kämpfenden Defensive und eines unbändigen Siegeswillens, aber auch eines bis zur letzten Sekunde vorbildlichen Engagements und einer herausragenden Moral. Nach zuletzt 10 Niederlagen in Folge war das Team doch etwas verunsichert, ließ sich aber zu keinem Zeitpunkt vom Ziel abbringen, mit diesem Sieg die schwarze Serie zu beenden. Man merkte vor allem in der zweiten Hälfte der Mannschaft den unbedingten Willen zum Sieg an, denn sie ließ sich auch nicht durch Rückschläge, wie sie Mitte der zweiten Hälfte und gegen Ende eintraten, aus dem Konzept bringen und hielt bis zum Schluss an ihrer Marschroute fest, mit konsequent schnellem Spiel das Ruder noch herumzureißen und den verdienten Sieg unter Dach und Fach zu bekommen. Mit entscheidend war auch, dass sich das HSG-Team auch durch die phasenweise recht ruppige Spielweise des TSV (nach einem sehr rüden Foul auch mit einer sehr berechtigten roten Karte bestraft und weiteren zwei roten Karten nach 3 mal 2 Minuten) nicht aus dem Konzept bringen ließ und an sich geglaubt und nie aufgegeben hat. Trainer Feldmann meinte dann auch: „Wir wurden für unsere engagierte Leistung belohnt. Es war abzusehen, dass der Knoten einmal platzen muss. Mit unserem schnellen Spiel, das vor allem in der 2. Halbzeit gefruchtet hat, waren wir erfolgreich. Wir haben uns den Sieg verdient.“

Das Spiel entwickelte sich in der ersten Hälfte zu einer sehr zähen Begegnung. Beide Mannschaften operierten mit einer 6:0 Abwehrformation, bei der vor allem Birkenau die aggressivere und kompaktere Defensive stellte. Die HSG tat sich in der ersten Halbzeit sehr schwer gegen dieses bewegliche Abwehrbollwerk der Gäste. Zu drucklos agierte die HSG-Offensive und verstand es nur selten, sich entscheidend durchzusetzen. Auch produzierte das HSG-Team zu viele Fehlwürfe, die teilweise sehr unplatziert auf das Gehäuse des TSV kamen. Doch auch die Gäste taten sich gegen die aufmerksame Defensive der HSG schwer, zu ihren Chancen zu kommen. Und auch sie scheiterten oftmals an den tollen Paraden von HSG-Keeper Gabrys. So blieb die Partie bis zum 5:5 ausgeglichen und recht torarm (18. Minute). Dann kam eine starke Phase der Gäste, die einige technische Fehler der Gastgeber gnadenlos ausnutzten und selbst in Unterzahl durch dynamische Angriffszüge und Kreuzbewegungen zu einer 5:9 Führung kamen. Aber schon hier zeigte sich, dass das HSG-Team dagegenhielt und sich nicht abschütteln ließ. Man kam wieder heran und hatte bis zur Pause auf 11:13 verkürzt.

Im zweiten Durchgang sah man eine HSG-Mannschaft, die leidenschaftlich, spiel- und kampfstark auftrat. Kennzeichnend war auch, dass die Gastgeber im zweiten Durchgang 17 Tore erzielten. Zwar begann man gleich mit einem verschossenen 7-m-Strafwurf und Birkenau erhöhte im Gegenzug auf 11:14. Doch in der Folgezeit agierte die HSG sowohl in Angriff als auch Abwehr sehr gedankenschnell und aufmerksam. Vor allem die Defensive war nun sehr beweglich und kompakt und brachte die Gäste des Öfteren an den Rand des Zeitspiels. Gestützt auf diese konzentrierte Defensive gelangen der HSG auch einige Treffer durch Tempogegenstöße und die Chancen wurden überwiegend konsequent verwertet. Mit ihrem schnellen und überlegten Spiel brachte das HSG-Team die Gästeabwehr in die eine und andere Verlegenheit und kam nun endlich auch über den Rückraum zu sehenswerten Toren. Mit ihrem nun beeindruckenden Spiel mit viel Tempo und Spielwitz machte die Feldmann-Truppe nicht nur den 3-Tore-Rückstand wett, sondern schien beim 19:16 schon auf der Siegerstraße. Doch gerade hatte man sich etwas in Sicherheit gewogen, drehten die Gäste zunächst den Spieß wieder um. Vor allem mit 1-gegen-1-Situationen war der TSV erfolgreich und ging seinerseits wieder mit 19:20 in Führung. Dieser Führung rannten die Gastgeber ständig hinterher, schafften aber immer wieder den Ausgleich. Erst beim 23:23 legte der TSV drei Tore vor, die auch noch beim 24:27 in der 55. Minute Bestand hatten. Doch diesmal wollte das HSG-Team nicht wieder mit leeren Händen dastehen. Die Mannschaft mobilisierte nochmals alle Kräfte. Aufopferungsvoll kämpfte sie in der Defensive um jeden Ball und ließ dem Gegner keine Möglichkeit mehr, eine entscheidende Aktion  zu starten. Entschlossen und konsequent mit sehr viel Tempo trug das HSG-Team seine Angriffe vor. Mit zwei effektiv gespielten Tempogegenstößen war man wieder auf 26:27 herangekommen. Groß war die Begeisterung nach dem klug herausgespielten Ausgleichstreffer zum 27:27. In der dramatischen Schlussphase verhinderte die energisch und mit großem Einsatz kämpfende HSG-Defensive ein entscheidendes Durchkommen der Gäste. Und der letzte Angriff der HSG führte schließlich zum vielumjubelten 28:27 Siegtreffer. Ein letzter direkt ausgeführter Freiwurf der Gäste verpuffte und dementsprechend groß war die Freude des HSG-Teams über den ersten und vor allem verdienten Erfolg in dieser Saison.

Die Mannschaft und die Tore: Gabrys, Jacobs; Scholl 6, Decker 6/3, Kikillus 5/1, Krepper 4, Bujdos 3, Lechner 2, Menger 1, Benetti 1, Rausch, Schmitt und Antl.

krau

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