Dramatisch bis zur letzten Sekunde

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Dramatisch bis zur letzten Sekunde

Handball-3.Liga: SG Nußloch feiert 22:21-Erfolg gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen – Marco Bitz mit 16 Paraden und einem Tor herausragend

Nußloch. (bz) Wenn diese beiden Mannschaften aufeinandertreffen, wird es nie langweilig. Wie bereits in der Vorrunde machte ein einziges Tor den Unterschied zwischen den Handball-Drittligisten SG Nußloch und der SG Oftersheim/Schwetzingen aus. Am Sonntagabend wie Mitte September mit dem glücklicheren Ende für die SGN, die mit 22:21 (8:8) die Oberhand behielt.

„Kämpferisch war das so, wie ich mir das vorstelle“, hatte HG-Trainer Holger Löhr nichts in Sachen Einsatz bei seiner Mannschaft zu bemängeln, „allerdings haben wir in den entscheidenden Situationen ein paar Fehler zu viel gemacht.“ Die Gastgeber nutzten das am Ende aus, hatten allerdings Probleme im Angriffsspiel. Die Defensive stand dagegen. „Die Abwehr- und Torhüterleistung war genauso stark wie letzte Woche in Hanau“, hielt SGN-Spielertrainer Jochen Geppert fest, „unser Angriff ließ jedoch zu wünschen übrig, deshalb kann man von einem glücklichen Sieg sprechen.“

Eines war bereits nach wenigen Minuten absehbar, viele Tore sollten in diesem hart umkämpften Duell nicht fallen. Beide Mannschaften spielten ihre Angriffe häufig lange aus, vor allem die HG bewegte sich ständig am Rande des Zeitspiels. Das gefiel Löhr überhaupt nicht, exakt fünf Minuten Spielzeit standen auf der Anzeigentafel, als er die erste Auszeit nahm. 3:0 lag seine Sieben zu diesem Zeitpunkt zurück. Die Ansprache zeigte Wirkung, kurz darauf stand es 3:2. Dabei blieb es eine gefühlte Ewigkeit, ehe Philipp Müller das 4:2 erzielte (17.). „Wenn die Angriffe immer eine Minute dauern, ist das für einen Torhüter extrem anstrengend“, erläuterte Nußlochs Marco Bitz, der neben 16 Paraden mit einem Treffer ins leere Tor glänzte.

Eines hatten die SGN und die HG gemeinsam – sie geizten mit Toren. Gegen Ende der ersten Hälfte agierten die Akteure hüben wie drüben variabler in der Offensive. Mit 8:8 ging es in die Pause. Die Nußlocher taten dies mit einem Mann weniger. In der letzten Minute vor der Halbzeitsirene stoppte Kevin Bitz Oftersheims Daniel Hideg und erhielt dafür die Rote Karte.

Mit Wiederbeginn gehörten lange Abschnitte von mehreren Minuten ohne Tore der Vergangenheit. Binnen 150 Sekunden wackelte das Tornetz auf beiden Seiten je zwei Mal (10:10). In dieser Zwischenzeit lagen die Gastgeber das einzige Mal im kompletten Spielverlauf zurück. Es folgte die stärkste Phase der Blau-Weißen. Angeführt von Christian Zeitz, der seine Wurfversuche eiskalt verwandelte, zog Nußloch konstant auf zwei bis vier Tore davon. Einfach machten es die Oftersheimer ihren Kontrahenten aber in keiner Sekunde. Bis zum Ende kämpften sie verbissen um ihre Chance. Löhr setzte dabei vermehrt auf den siebten Feldspieler. „Damit hatten wir unsere Probleme“, gab Nußlochs Christian Buse zu. Der Linkshänder durfte letztlich darüber schmunzeln, schließlich entschied sein Tor zum 22:21 die Partie.

SG Nußloch: M. Bitz (1), Lieb (beide Tor), Körner (2), Crocoll (1), Müller (5), Zeitz (6), Geppert (2/1), Gäßler, M. Schmitt, Buse (1), K. Bitz, Gerdon, Herrmann (4/2), Petróczi.

HG Oftersheim/Schwetzingen: Herb, Gabel (beide Tor), Barthelmeß (6), Messerschmidt (3), Jansen (3), Zipf, Sauer (3), Krämer (1), Jungmann (2), Suschlik (1), Demel, Hideg (2), Krepper, Kubitschek.