Doppelter Heimvorteil in Dossenheim nicht kompensierbar

Doppelter Heimvorteil in Dossenheim nicht kompensierbar

TSG Dossenheim 1 – HSG Ettlingen/Bruchhausen 1: 25:19 (12:11)

 

Dass die Dossenheimer Schauenburghalle aufgrund des absoluten Harzverbots eine „Festung“ des Gastgebers ist, ist hinlänglich bekannt. Leider kommt es aufgrund dieser städtischen Auflage zu einer nur schwer kompensierbaren Verzerrung des Wettbewerbs, welcher meist in 60 Minuten Spielzeit vom Gästeteam nicht auszugleichen ist. Das musste das Spitzenteam aus  Rot vor zwei Wochen bereits erleben, als es mit 28:19 unter die Dossenheimer Räder geriet.

Zu allem Unglück gesellte sich an diesem Wochenende noch der bislang in Angriff und Abwehr stark ausspielende HSG-Kreisläufer Marvin Karolus in den Pool der Verletzten und konnte nicht eingesetzt werden. An seiner Stelle gab Team Manager Lukas Ehrmann sein Comeback am Kreis und machte auch ohne Training seine  Sache richtig gut.

Die Albstädter waren also gewarnt und gingen entsprechend konzentriert ins Spiel. Doch schon nach den ersten Aktionen, in denen der Ball auf ungewohnte Weise versprang, viele Ballverluste das Spielgeschehen bestimmten und harte Schüsse (auf beiden Seiten) neben und über das Tor flogen, war klar: heute gewinnt nicht das bessere Team. Heute gewinnt das Team, welches besser mit dem harzbefreiten Spielgerät zurechtkommt. Und hier lagen die Vorteile eindeutig nicht bei den Blauhemden aus Ettlingen.

Das Spiel begann zunächst auf Augenhöhe, doch Dossenheim konnte sich nach diversen technischen Fehlern der Gäste bis zur 20. Minute bereits mit 10:5 absetzen. Doch das Mächtel-Team kam langsam mit dem harzfreien Spielgerät besser zurecht und auch Torhüter Spohn hielt seine Mannen mit tollen Paraden im Spiel. Bis zur Halbzeit konnten die Gäste zum 12:11 aufschließen und die Führung lag in der Luft.

Nach der Halbzeitpause legten die Gastgeber zunächst vor, doch Ettlingen verkürzte postwendend zum 13:12. In dieser hitzigen Phase kam der zweite Heimvorteil für Dossenheim zum Tragen, denn die Unparteiischen trafen in dieser Phase die eine oder andere seltsame Entscheidung. Selbst die Heimfans auf der Tribüne testierten in dieser Spielphase den Heimvorteil für ihre Sieben. Und so verpuffte die Aufholjagd und Dossenheim legte bis zur 43. Minute erneut um sechs Tore zum 20:14 vor. Chefcoach Mächtel wechselte nochmals durch und der neuen Spielformation gelang es erneut aufzuholen und auf 20:17 zu verkürzen. Leider war es an diesem Tag nicht möglich, in Dossenheim zu gewinnen. In den letzten Minuten des Spiels eskalierte die Unzufriedenheit mit den Schiedsrichterentscheidungen und der sonst ruhige Keeper Felix Spohn wurde für zwei Minuten auf die Bank geschickt. Zu diesem Zeitpunkt war die Messe jedoch gelesen und beim Spielstand von 25:19 wurde das Spiel abgepfiffen. Es war ein gebrauchter Tag und die Niederlage unter den gegebenen Umständen auch verdient. Ohne doppelten Heimvorteil wäre Dossenheim aber zu schlagen gewesen.

Am kommenden Donnerstag, den 30. November tritt unser Team in der nächsten Runde des Kreispokals gegen den TSV Rintheim an (Anpfiff: 20 Uhr in der Rintheimer Sporthalle). In der Verbandsliga hat man am kommenden Wochenende spielfrei und erwartet erst am Sonntag, den 10. Dezember, um 18 Uhr die Reserve des Bundesligisten TGS Pforzheim in der Franz-Kühn-Halle. Dort gilt es wieder in der alten Spur aufzutreten und in der Franz-Kühn-Halle weiterhin ungeschlagen zu bleiben.

HSG Ettlingen/Bruchhausen: Felix Spohn, Dominik Zaum – Tobias Broschwitz (1), Dirk Ibach (1), Jannik Espe (2), Philipp Karasinski (6), Markus Stober, Finn-Max Röpcke (2), Hannes Röpcke, Philipp Müller, Lukas Ehrmann (2), Vadim Kapp, Lukas Degel (4/3), Bastian Hoppner

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