Badenliga-Spitzenspiel: HCN stellt sich in heimischer Halle Verfolger TSV Birkenau

0
311

Badenliga-Spitzenspiel: HCN stellt sich in heimischer Halle Verfolger TSV Birkenau

HC Neuenbürg 2000 – TSV Birkenau (Samstag, 9. März 2019, 20.00 Uhr, Stadthalle Neuenbürg)

HCN-Linksaußen Jonas Kraus im Anflug auf das Tor.

Die Faschingspause am letzten Wochenende konnten der HCN und der TSV Birkenau nutzen, um sich intensiv auf das Badenliga-Spitzenspiel vorzubereiten. Denn am Samstag treffen die beiden bestplatzierten Teams der Badenliga aufeinander. Der HCN führt die Tabelle mit 32:8 Punkten an, dicht dahinter folgt der TSV Birkenau mit nur einem Punkt weniger.

In Topform präsentierte sich in den letzten Wochen keines der beiden Teams. Vor allem durch Arbeitssiege sicherten sich die Mannschaften ihre Punkte. Zudem kam der ein oder andere Ausrutscher hinzu. Primär sorgte die TSG Wiesloch für Punktverluste und ordentliche Kopfschmerzen. Der HCN kam bei der TSG nicht über ein 23:23-Unentschieden hinaus, die Birkenauer Falken verloren dort mit 31:27. Der HCN verlor zusätzlich weitere zwei Punkte bei der HSG St. Leon/Reilingen. Die Ausgangslage ist damit klar: Ein Sieg der Buchberger würde den Abstand zum TSV wieder auf drei Punkte erhöhen, bei einem Birkenauer Punktgewinn würden diese aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches an die Tabellenspitze rücken.

Die Qualitäten der Gäste sind bekannt. Auf Linksaußen wirbelt der Slowake Marian Kleis, der 55 Auswahlspiele für sein Heimatland aufweisen kann. Doch der ehemalige Nationalspieler ist nicht nur von Außen torgefährlich, er spielt auch im Deckungsverbund eine wichtige Rolle, kann auf der Halbposition verteidigen. Neben ihm steht dann im Mittelblock oft der ehemalige Zweitliga-Spieler Matthias Conrad, der zum einen über Gardemaß verfügt, zum anderen aber auch die Abwehr hervorragend organisiert. Und auch im Angriff ist der Routinier immer für einen erfolgreichen Torwurf aus der zweiten Reihe gut.

Im Angriff setzen die Birkenauer ihre Gegner mit einem schnell laufenden Ball unter Druck. Die Falken suchen ihr Glück konsequent im erweiterten Gegenstoß, damit machte auch der HCN im Hinspiel bittere Erfahrungen. Zentrale Bestandteile der Falken-Offensive bilden Kapitän Gerrit Fey, der flexibel im Rückraum einsetzbar ist und Linkshänder Sascha Höhne, der sowohl die Rechtsaußen- als auch die rechte Rückraumposition bekleiden kann. Abzuwarten bleibt, ob verletzte Spieler gegen den HCN den Weg zurück in den Kader finden. Vor allem die Schulterverletzung von Torhüter Eric Fremr war ein schwerer Schlag ins Kontor, der Keeper zählt zu den besten der Badenliga. Doch auch hinter der nominellen Nummer eins sind die Gäste gut aufgestellt. Gegen die SG Pforzheim/Eutingen II rettete beispielsweise Timo Fritsche, eigentlich in der zweiten Mannschaft des TSV aktiv, den doppelten Punktgewinn für die Birkenauer.

Eine Steigerung ist bei den Neuenbürgern also auf jeden Fall nötig, falls man dem TSV die Punkte abknöpfen will. Gegen den Tabellenletzten aus Hardheim zeigte der Trend – nachdem man zuletzt in Wiesloch und in St. Leon strauchelte – wieder nach oben. Aus dem Rückraum zeigten die Neuenbürger wieder deutlich mehr Torgefahr. Auch in der Abwehr war eine deutliche Steigerung erkennbar. Vor allem die beiden Neuenbürger Torhüter konnten sich auszeichnen. Florin Panazan hielt in Hälfte eins 15 Bälle und war somit maßgeblich am 16:8-Pausenstand beteiligt, Findan Krettek entschärfte in der Schlussviertelstunde noch einige freie Bälle.

Entscheidend wird sein, wie die Buchberger mit ihren Kräften haushalten können. Denn im Hinspiel zollte man dem hohen Tempo, das der TSV vorgab, Tribut. In den letzten zehn Minuten wirkten dann die Birkenauer spritziger und konnten sich den entscheidenden Vorsprung erspielen. Hier muss der HCN seine Kaderbreite in die Waagschale werfen. Denn in den letzten Wochen bewies immer wieder ein anderer Spieler, dass er in der entscheidenden Phase wichtige Akzente setzen konnte.

Auf dem Buchberg ist man sich der Wichtigkeit der Begegnung bewusst. Eine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen wird diese Partie sicherlich nicht bringen, sie stellt aber einen Fingerzeig dar, wer am Ende vielleicht den Weg in die Oberliga antreten darf. Helfen soll den Neuenbürgern wieder das eigene Publikum. In der Stadthalle mussten die Buchberger noch keinen Punkt abgeben. Auch dieses Mal hofft das Team wieder auf die Unterstützung der Neuenbürger Tribüne!