1. Mannschaft: Derbysieg! Plankstadt kämpft Oftersheim/Schwetzingen nieder

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Es war ein hartes Stück Arbeit, das das Wolfsrudel gegen die Drittliga-Reserve der HG Oftersheim/Schwetzingen zu verrichten hatte. Aber nach großem Kampf setzte man sich im Nachbarschaftsduell mit 31:25 (13:16) durch und landete so einen wichtigen Befreiungsschlag nach zuvor drei Spielen ohne doppelten Punktgewinn.

Dabei begann die Partie nicht besonders gut für Plankstadt. Früh lag die HG mit 0:3 in Front (4.), zudem hatte Abwehrchef Dario Tokur bereits früh seine erste Zeitstrafe erhalten (3.). Die TSG Eintracht kam besonders am Anfang der Begegnung fast ausschließlich über Konter zu Torerfolgen – hier taten sich die Flügelspieler der Wölfe, Julian Maier und Timo Munz hervor, die gemeinsam elf der 13 Tore in Hälfte eins erzielten. Im Positionsangriff hingegen tat sich das Rudel wie schon in den letzten Wochen schwer, kam nicht so recht in Schwung. Dennoch stimmten Einsatz und Laufbereitschaft, man ließ sich auch von einem vier-Tore-Rückstand, der über große Teile der ersten Halbzeit bestand, nicht beirren (5:9/ 16., 9:13/ 24., 11:15/ 29.). Kurz vor der Pause waren es dann Munz und Maier, die Plankstadt auf zwei Treffer heranbrachten (13:15/ 30.), im Gegenzug sorgte Rückraumschütze Thorsten Micke für den 13:16-Halbzeitstand.

Die Halbzeitansprache von Wölfe-Coach Niels Eichhorn schien dann ordentlich gefruchtet zu haben, denn die TSG Eintracht kam furios aus der Kabine und knallte einen 5:0-Lauf zum 18:16 auf das Parkett. Die Abwehr hatte den HG-Rückraum um Micke und Alexander Lemke nun wesentlich besser im Griff und kam, gestützt auf den überragenden Marvin Roche im Tor, nun vermehrt zu Ballgewinnen. Vorne fanden die Wölfe-Angreifer nun auch im Positionsangriff immer besser die Lücken im Oftersheim/Schwetzinger Abwehrverbund, dementsprechend dominierte Plankstadt die zweite Halbzeit von Anfang bis Ende. Die Gäste erzielten ihr erstes Tor im zweiten Durchgang erst nach über neun Minuten (18:17/ 40.). Dann war wieder die TSG Eintracht am Zug, die sich jetzt konsequent absetzte. Es folgten wieder vier Treffer in Folge für die Gastgeber, so stand ein fünf-Tore-Abstand zu Buche, auch weil Roche hinten seinen Kasten vernagelte und eine Parade nach der anderen lieferte (22:17/ 43.). Als Plankstadt auf 24:18 davongezogen war, sah alles schon nach einem souveränen Erfolg für die Wölfe aus, aber die HG kam noch einmal auf. Micke übernahm nun im Angriff und traf dreimal nacheinander aus der zweiten Reihe (25:21/ 49.) – die Gäste witterten noch einmal Morgenluft. Doch diese war dann ganz schnell wieder verflogen, Tobias Pristl und Dario Tokur stellten mit je zwei Toren auf 29:21 (53.). Die HG versuchte sich in den letzten Minuten mit einer offensiven Deckungsvariante, aber das Rudel spielte die Partie letztlich souverän zu Ende und feierte einen ganz wichtigen Erfolg.

Durch den Derbysieg katapultieren sich die Wölfe auf Platz 6 in der sehr ausgeglichenen Badenliga-Tabelle. Aktuell sind weder die Abstände nach oben, noch nach unten besonders groß, sodass wenige Spiele die gesamte Lage komplett auf den Kopf stellen können. Weiter geht es für Plankstadt schon in der kommenden Woche mit dem Heimspiel gegen den TSV Birkenau (Sonntag, 10.11./ 16:30 Uhr).

TSG Eintracht: Roche, Lázaro Garcia; Pristl (2), Maier (12/3), Tokur (4), Schneider, Munz (7), Großhans (1), Schöffel (2), Verclas (1), Stadler, Denne (2), Dorschner

nt