Mirsa Versakovs – Pforzheims Nationalspieler

Mirsa Versakovs – Pforzheims Nationalspieler
Zu Beginn der Saison wechselte der lettische Nationalspieler Maris Versakovs zum Handball-Drittligist TGS Pforzheim, um die Nachfolge von Martin Kienzle anzutreten, der zum TVB Stuttgart in die 11. Liga zurückkehrte.

Für die Pforzheimer ist Versakovs ein regelrechter Glücksgriff. Über den ehemaligen TGS-Kreisläufer Nils Boschen kam es zum Kontakt mit dem 1,92 Meter großen Spielmacher. Boschen, der gute Kontakte zu Versakovs bisherigen Verein HSG Norderstedt/Henstedt-Utzburg unterhält, erfuhr vom Wunsch des Letten, sich einem Klub in Süddeutschland anschließen zu wollen. Da die TGS budget-bedingt keine Profi-Handballer verpflichten kann, war für den Wechsel förderlich, dass Versakovs schnell einen Arbeitsplatz fand.

Der Lette hat vor zwei Jahren sein Bachelor-Studium zum Physiotherapeuten erfolgreich abgeschlossen und arbeitet nun als solcher in Pforzheim. Zusammen mit seiner Ehefrau Dina und Labrador Lucky lebt der Lette nun seit Mitte des Jahres am Nordrand des Schwarzwalds. Dina Bergmane-Verskaovs ist ebenfalls Handballerin und spielt nun für das Frauen-Oberliga-Team TG 88 Pforzheim.

Versakovs steht derzeit mit der TGS auf dem fünften Platz der 3. Liga Staffel Süd. Zuletzt wusste das Team mit einer starken Angriffsvorstellung zu überzeugen. Mit 32:29 gelang es im letzten Heimspiel des Jahres, den Zweitliga-Absteiger TV 1893 Neuhausen zu schlagen. Im letzten Spiel des Jahres geht es für die Nordstädter zum Aufsteiger nach Dansenberg in die Pfalz.

Seine Liebe zum Handball fand Versakovs in seiner Heimatstadt Dobele. Schnell aber wurde der ASK Riga auf den talentierten Versakovs aufmerksam und holte ihn ins vereinseigene Jugendinternat. Sein Debüt in Lettlands höchster Spielklasse gab er 2003. Mit dem ASK gewann er 2005, 2006 sowie 2007 die Meisterschaft und wurde zweimal als Lettlands Spieler des Jahres ausgezeichnet. Seine Leistungen führten unweigerlich ins Ausland. 2007 sicherte sich der Zweitligist SG Achim/Baden seine Dienste. Dort avancierte er schnell zum Leistungsträger und geriet ins Blickfeld diverser Erstligisten. Zur Saison 2008/09 schloss er TUSEM Essen an, doch schon nach kurzer Zeit wechselte er zum ASV Hamm, danach zum VfL Edewecht. 2011 ging es für Versakovs in die 3. Liga zum SV Beckdorf, wo er in der Saison 2012/13 mit 250 Toren bester Werfer aller Staffeln der 3. Liga wurde. Im Jahr 2016 wechselte er schließlich innerhalb der Liga zu Henstedt-Utzburg, ehe er sich in dieser Saison den Pforzheimern anschloss.
Seinen ersten Auftritt in Lettlands Nationalteam hatte Verskovs bereits mit 18 Jahren und ist bis heute ein fester Bestandteil. Eine Qualifikation für eine EM und WM gelang ihm mit seiner Heimatauswahl bislang noch nicht und auch die Europameisterschaft 2018 findet ohne Lettland stand. Vielmehr heißen die Favoriten in den Handball Wetten bei William Hill Frankreich, Kroatien oder Dänemark, doch auch die deutsche Nationalmannschaft darf sich Hoffnungen auf den Turniersieg machen.

Versakovs kann sich damit voll und ganz auf seine Aufgabe bei der TGS konzentrieren. Dort wird er momentan ohnehin mehr denn je gebraucht. Aufgrund der engen Personallage spielt Versakovs über die gesamte Spielstunde hinweg durch. Aktuell sieht es auch nicht danach aus, als würde der Lette in Bälde Entlastung bekommen. Für einen erfolgreichen Jahresabschluss heißt es daher am 9. Dezember in Dansenberg – Zähne zusammenbeißen.

Zwar nicht beim TGS Pforzheim, jedoch auch ein in Baden spielender Nationalspieler ist der Däne Mads Mensah Larsen, der bei den Rhein-Neckar-Löwen im Rückraum mitte spielt. Auch die schwedische Nationalmannschaft ist mit 3 Spielern bei den Löwen vertreten. Aufgrund deren großartiger Performance und dem Platz in der Bundesliga werden die Rhein-Neckar-Löwen auch in Zukunft ein begehrtes Ziel für internationale Spieler sein. Für die „kleineren“ Mannschaften wie die TGS bleiben internationale Profis wie Versakovs vermutlich auch in Zukunft eine glückliche Ausnahme.

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