Nach zäher erster Halbzeit noch klarer Bärensieg

Nach zäher erster Halbzeit noch klarer Bärensieg
Kurpfalz Bären – HSG Hannover-Badenstedt 29:23 (13:12)
Kurpfalz Bären lassen die „Jungen Wilden“ abblitzen
Gar nicht so wild und ungestüm wie es ihrer Handball-Marke entspricht, präsentierte sich die HSG Hannover-Badenstedt in der Ketscher Neurotthalle. Ganz im Gegenteil: Um dem gefürchteten Tempospiel der Bären zu entkommen, nahm sie Zuflucht zu einer bedächtigen Angriffstaktik. Fast in jedem zweiten Angriff hallte „Zeit, Zeit“ von den Rängen, was von den insgesamt sehr schwachen Schiedsrichtern nur widerwillig akzeptiert wurde. Der ansonsten höchst bedächtig coachenden Katrin Schneider platzte mehrfach der Kragen, und zum ersten Mal in dieser Saison durfte sie sich die „gelbe Schiedsrichter-Karte“ aus der Nähe ansehen.
Geistesblitze von Jana Pollmer
Anders als in den letzten Ligaspielen wirkte die Abwehr der Bären zunächst eher schläfrig und ließ sich von den langatmigen Angriffen der Gäste einlullen. Roland Friebe hatte sein Team gut auf die Bären eingestellt, doch selbst nach einer Drei-Tore-Führung von Hannover (5:8, 13. Minute) wurde kein Fan auf der Tribüne unruhig. Zu limitiert war die spielerische Qualität der Gäste, und es bedufte der Geistesblitze von Jana Pollmer, die entweder selbst den Torwurf suchte oder mit überraschenden Pässen Tina Wagenlader oder Natasha Ahrens am Kreis in Szene setzte. Innerhalb von acht Spielminuten machten die Bären den Rückstand wett und gingen durch Sophia Sommerrock mit 10:9 in der 21. Minute in Führung.
Kompakter Teamauftritt in der zweiten Halbzeit
In der ersten Halbzeit war es vor allem Carmen Moser zu verdanken, die mit blitzartigen Aktionen ein Davoneilen der Gäste zu verhindern wusste. Auch die starke Frauke Kemmer im Gästetor war da machtlos. Nach dem Seitenwechsel musste Ketsch zunächst mehrere Unterzahlsituationen überstehen, ehe sich dann die spielerische Überlegenheit der Bären immer klarer durchsetzte. Beim 19:15 in der 41. Minute war allen 430 Zuschauern in der Halle klar, dass die Gäste auch mit großem Kampfgeist das Spiel nicht mehr würden wenden können. Kate Schneider wechselte munter durch, und so durften sich Carmen Moser, Lena Feiniler, Rebecca Engelhardt und auch Sophia Sommerrock, die in der ersten Hälfte den besten Eindruck im Bärenteam gemacht hatten, auf der Auswechselbank erholen. Die wie immer frech aufspielende Saskia Fackel sowie die noch sehr jungen Lara Eckhardt und Lea Marmodee übernahmen gekonnt Verantwortung und ließen nichts mehr anbrennen.

Für die BÄREN spielten Sabine Stockhost und Hannah Melching im Tor
Sina Michels 2, Samira Brand, Sophia Sommerrock 5, Lea Marmodee 1, Saskia Fackel 6/3, Lara Eckhardt 2, Anna Michl, Lena Feiniler 4, Carmen Moser 6, Rebecca Engelhardt 3, Elena Fabritz.
Für Hannover-Badenstedt trafen: Jana Pollmer 6/3, Natasha Ahrens 6, Tina Wagenlader 3, Ivonne Krängel 3, Lena Seehausen 2, Rabea Pollakowski 2/1, Meike Düvel 1.

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