Die Saison aus dem Blickwinkel der Bären-Führung

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KURPFALZ BÄREN – Saisonrückblick 2:

Die Saison aus dem Blickwinkel der Bären-Führung

Cheftrainerin Katrin Schneider hatte mit ihrem Trainerteam (Dr. Robert Becker, Tom Löbich, Adrian Fuladdjusch) nicht eine einzige kritische Situation zu meistern. Dies spricht vor allem für die kompetente Menschführung der bald 28-jährigen Kate, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Karriere als Spielerin beenden musste. In einer Sportmannschaft ist es nicht einfach, immer alle Akteure bei Laune zu halten, weil Entscheidungen über Aufstellungen, Auswechslungen und Einsatzzeiten immer auch Enttäuschungen nach sich ziehen können.

Dazu Kate Schneider: „Die Spielerinnen wissen und merken, dass ich sehr sorgfältig meine Entscheidungen treffe und niemanden mutwillig benachteilige. Das ist aber nicht immer einfach, da vieles spontan entschieden werden muss. Da kommt es auch vor, dass ich mich nach Spielen selbst am meisten darüber ärgere, warum ich so und nicht anders entschieden habe.“

Hohe Leistungskonstanz und kaum Ausrutscher 

Im Gegensatz zu den meisten Mannschaften in der zweiten Liga hielten die Bären ihre Leistungsentwicklung auf einem dauerhaft hohen Niveau. Sieht man einmal von der 33:23 Schlappe im Januar in Bremen ab, waren die Bärenladies auch bei Niederlagen bis in die Schlusssekunden auf Augenhöhe und gaben sich gerade mit ein oder zwei Toren geschlagen. Tom Löbich: „Unsere Mannschaft hat über die ganze Runde hinweg eine vorbildliche kämpferische Einstellung aufs Spielfeld gebracht. Das hat uns auch bei Auswärtsspielen viel Anerkennung und Respekt bei gegnerischen Fans und Zuschauern beschert.“

Vertragsverlängerungen als Saisonhöhepunkt

Häufig ist es im Sport so, dass Mitte der Saison Unruhe aufkommt, wenn mit den Spielern über mögliche, wahrscheinliche oder unerwartete Vereinswechsel diskutiert oder spekuliert wird. Dr. Robert Becker wollte dies auf jeden Fall vermeiden: „Für mich war es ein ganz besonderes Ereignis, dass wir schon im Januar verkünden konnten, dass alle Feldspielerinnen und auch Sabine Stockhorst sich für eine weitere Saison verpflichtet haben. Das zeugt nicht nur von einem überragenden Teamgeist bei den Bären, sondern ist auch ein Beweis für das gute zwischenmenschliche Klima, das in Ketsch herrscht.“

Und sein Geschäftsführerkollege Adrian Fuladdjusch, der die Juniorbären in der dritten Liga betreut, ergänzt: „Die mannschaftsübergreifende Harmonie ist sicherlich ein Riesenpfund, denn ohne die große Unterstützung von Kate und ihren Spielerinnen wäre es nicht möglich gewesen, die Liga zu halten. Übrigens: Auch die Juniorbären bleiben komplett zusammen.“

Bärenfans geben starken Rückhalt

„Ein ganz wichtiger Baustein für unsere Erfolgsentwicklung sind die zahlreichen Fans und engagierter Helfer, die unserer Mannschaft den Rücken stärken“, so Dr. Becker. Und Tom Löbich betont, dass die Fans selbst weite Reisen auf sich nehmen: „Gerade in Auswärtsspielen sorgen unsere treuen Anhänger für viel Anfeuerung. Und auch wenn es bei uns nicht so gut gelaufen ist, stehen sie unverrückbar an der Seite unserer Spielerinnen.“

Interview mit Katrin Schneider:
„Ich bin sehr stolz, Trainerin dieser Mannschaft zu sein!“

Die KURPFALZ BÄREN haben viele Experten und Handballfreunde überrascht, die der Mannschaft nicht zugetraut haben, bis zum Schluss an der Tabellenspitze der zweiten Liga mitzuspielen. Im Aufstiegsjahr 2016/17 belegten die Bären einen ausgezeichneten sechsten Rang und diesmal hätten sie sogar die Lizenz für die erste Liga einreichen können. Im Gespräch mit dem Pressebär äußert sich die junge Trainerin KATRIN SCHNEIDER sehr zufrieden mit der individuellen und kollektiven Leistungsentwicklung der Mannschaft.

Was hat dich in dieser Saison besonders gefreut?

„Alle Spielerinnen haben sich leistungsmäßig weiterentwickelt und sind noch variabler geworden. Als Team konnten wir weiter zusammenwachsen und bilden eine echte Gemeinschaft. Die Stimmung in der Mannschaft war über die ganze Saison hervorragend, und kleinere Unstimmigkeiten konnten umgehend bereinigt werden.“

Und was war eher ärgerlich?

„Die Niederlagen und Punktverluste zu Hause sind mir etwas auf den Magen geschlagen, vor allem die vielen Fehlwürfe und technischen Fehler waren ärgerlich. Außerdem haben wir gerade bei den weiten Auswärtsspielen in Bremen, Hannover und Berlin keine gute Vorbereitung gehabt, da die Anreise mit dem Bus alles andere als optimal war. Das müssen wir in der nächsten Saison besser in den Griff bekommen.“

Welche Spielerinnen haben sich besonders gut entwickelt?

„Ich sehe bei jeder unserer Spielerinnen deutliche Fortschritte. Natürlich stehen die Torjägerinnen Carmen und Saskia besonders im Blickpunkt sowie Sabine im Tor. Aber unsere Stärke ergibt sich nicht aus der individuellen Qualität Einzelner, sondern aus der Kompaktheit, Spielfähigkeit und Kampfkraft des ganzen Teams. Und diese Komponenten machen das besondere Leistungsvermögen der KURPFALZ BÄREN aus.“

Welche Rolle spielt das Umfeld?

„Die professionelle Bärenführung bietet uns Trainern beste Voraussetzungen für die Arbeit mit den Mannschaften. Ich persönlich freue mich vor allem über das große Vertrauen, dieses Team selbstverantwortlich führen und betreuen zu dürfen. Und die Unterstützung unserer Fans ist beispielhaft, denn auch bei Niederlagen stehen sie voll hinter uns.“

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