Bären-Ladies mit klarer Niederlage, aber nicht unzufrieden

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HSG Bensheim/Auerbach – Kurpfalz Bären 33:24 (14:12)

In der ersten Halbzeit der neuen Saison zeigte der Klassenneuling aus Ketsch eine starke Leistung und hielt den hochfavorisierten Gastgeber vor mehr als 1.500 Zuschauern gut in Schach. Die HSG Bensheim-Auerbach tat sich unerwartet schwer gegen die aufopferungsvoll kämpfende Abwehr der Bären-Ladies, die in Leonie Moormann eine erstaunlich selbstbewusste Torhüterin aufzuweisen hatte. Nach der Pause nutzten die Flames eine Schwächephase im Angriff der Gäste und entschieden das Spiel frühzeitig für sich. Dennoch waren die Bärenfans von dem Auftritt ihrer Schützlinge keineswegs enttäuscht. Denn das Team hatte über viele Strecken des Spiels bewiesen, dass sie auch in der ersten Bundesliga durchaus bestehen können.

Kate Schneider: „Auf dieser Leistung können wir aufbauen!“

Wer befürchtet hatte, dass ohne Sabine Stockhorst ‒ die ihr erstes Kind erwartet ‒, das Bärentor zum „offenen Gehäuse“ werden könnte, war überrascht. Die junge Leonie Moormann präsentierte sich völlig unbekümmert, parierte in der Anfangsphase nicht nur zwei Siebenmeterwürfe, sondern hielt auch sonst glänzend gegen die wurfstarken Spielerinnen der Flames. Kate Schneider attestierte ihren Spielerinnen einen immensen Kampfgeist und bedauerte lediglich, dass in der zweiten Hälfte zu viele individuelle Fehler zu verzeichnen waren: „Leider haben wir es nach einem etwas verpatzten Start in die zweite Halbzeit nicht mehr geschafft, näher an den Gegner heranzukommen. Aber ich bin insgesamt nicht unzufrieden, da wir nach einer wenig optimalen Vorbereitung lange zeigen konnten, über welche Stärken wir verfügen.“

 Carmen Moser nur mit kurzen Einsatzzeiten

In ihrem allerersten Spiel in der ersten Bundesliga konnten Rebecca Engelhardt an der Abwehrspitze, Lena Feiniler im Deckungszentrum und am Wurfkreis, Samira Brand und Verena Oßwald im Rückraum lange mutigen Widerstand gegen die ambitionierten Bensheimerinnen leisten. Bis zur Pause hielt das Schneider-Team die Begegnung völlig offen, wobei viele fragwürdigen Entscheidungen der wenig souveränen Schiedsrichterinnen für Unmut bei den Bärenfans sorgten. In der zweiten Hälfte versuchte Carmen Moser ihr Team zu unterstützen, es war ihr aber anzumerken, dass sie aufgrund ihrer langwierigen Erkrankung noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war.

Nicht wie gewohnt zum Zuge kam Saskia Fackel, die mit ihren Würfen wenig Glück hatte. Dafür konnten Lara Eckhardt und Sina Michels mit einigen gute Szenen die gegnerische Abwehr überraschen. Insgesamt aber mussten die Bären die individuelle Klasse der Flames-Spielerinnen anerkennen, die letztendlich für dem Spielausgang entscheidend waren.

Die Kurpfalz Bären spielten mit folgendem Team:
Leonie Moormann und Johanna Wiethoff im Tor,
Saskia Fackel 2, Lena Feiniler 2, Samira Brand 3, Sina Michels 3, Rebecca Engelhardt 4, Elena Fabritz, Lea Marmodee, Verena Oßwald 4, Lara Eckhardt 6/2, Cara Reuthal, Amelie Möllmann, Carmen Moser

Text: Pressebär
Fotos: Lars Thieme