Bären-Ladies holen zum Saisonende einen Punkt an der Weser

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Werder Bremen – Kurpfalz Bären 20:20 (11:12)

KURFPALZ BÄREN und Werder Bremen verabschieden sich mit einem leistungsgerechten Unentschieden

Im Januar hatten die Bären-Ladies in der Ketscher Neurotthalle gegen das Team von Werder Bremen noch 34 Tore erzielen können (Endstand 34:25). Beim Rundenabschluss reichte es nur zu 20 Treffern, dennoch konnten die Gäste zum ersten Mal einen Punkt aus Bremen mitnehmen. Bei beiden Mannschaften standen die Zeichen auf Abschied: Während die Bären der zweiten Liga Adieu sagten, aber mit dem gleichen Team das Abenteuer Liga Eins in Angriff nehmen, steht Bremen vor einem Umbruch. Mehr als die Hälfte der Spielerinnen werden Werder verlassen, und in Bremen wartet viel Arbeit auf die Führungsverantwortlichen. Kate Schneider dagegen darf sich mit ihren Schützlingen jetzt erst einmal auf die verdienten Urlaubswochen freuen.

Nach einer Viertelstunde sah es ganz nach einem Durchmarsch der Bären aus

Als die in der ersten Halbzeit groß auftrumpfende Carmen Moser (5 Tore) in der 15. Minute das 4:7 erzielte, schienen die Gäste das Spiel voll im Griff zu haben. Die offensive Abwehr funktionierte wie in den meisten Saisonspielen wie gewohnt und Sabine Stockhorst war im Tor kaum zu überwinden. Sehr auffällig agierte Lena Feiniler, der neben der engagierten Abwehrarbeit sogar sechs Treffer vom Kreis gelangen. Beim 7:11, fünf Minuten vor der Pause, hatte Lara Eckhardt sogar die Chance, die Bären per Siebenmeterwurf gar mit fünf Toren in Führung zu bringen. Doch sie scheiterte. Nur noch zwei Minuten waren bis zum Pausenpfiff zu spielen, als Carmen Moser zum 8:12 abschloss und es nach einem beruhigenden Polster für die Bären aussah. 

Kurz vor der Pause leisteten sich die Bären ein Fehlerfestival

Den Bremern genügten ganz 90 Sekunden, um den klaren Vorsprung der Gäste um drei Tore zu verkürzen. Auch in der zweiten Halbzeit lagen die Bären meist in Führung (14:17 in der 47. Minute), doch Werder war nicht abzuschütteln. Kate Schneider sprach anschließend von einem „etwas merkwürdigen Spiel, in dem wir viele ungewohnte Fehler gemacht haben“, doch sie nahm das Endergebnis eher gelassen: „Wir haben eine Superrunde gespielt und uns den Aufstieg redlich verdient. Allerdings hat uns dies auch viel Kraft gekostet, und wir sind froh, jetzt etwas Abstand vom Handballalltag zu gewinnen.“ Vier Minuten vor dem Abpfiff konnte Bremen sogar noch mit 19:18 und 20:19 in Führung gehen, doch kurz vor dem Ende traf Lena Feiniler noch zum leistungsgerechten Unentschieden.

Für die BÄREN spielten Sabine Stockhost und Johanna Wiethoff im Tor, 
Sina Michels 2, Samira Brand 2, Lea Marmodee, Saskia Fackel 3/1, Lara Eckhardt 2, Anna Michl, Lena Feiniler 6, Verena Oßwald, Carmen Moser 5, Rebecca Engelhardt, Elena Fabritz.

Für Bremen trafen jeweils dreimal: Rabea Neßlage, Jennifer Boersen und Alina Otto