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Werder Bremen 16 Minuten ohne Torerfolg!

Kurpfalz Bären – Werder Bremen 26:20 (12:6)

KURFPALZ BÄREN feiern erfolgreichen Heimspiel-Abschluss 

Florian Marotzke, der Bremer Trainer, zeigte sich in der Pressekonferenz enttäuscht darüber, dass seine Mannschaft sich auswärts so schwertut: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, als uns nur ganze sechs Tore gelungen sind. In der Abwehr standen wir grundsätzlich sehr gut, nur bei den schnellen Gegenstößen waren wir völlig ungeordnet.“ Beim 3:2 für die KURPFALZ BÄREN in der 6. Minute sah es noch nach einem Spiel auf Augenhöhe aus. Doch die nächste Viertelstunde verzweifelten Merle Heidergott und Isabelle Dölle ‒ die von den Bären am meisten gefürchtetsten Schützinnen ‒ an der Willensstärke der gegnerischen Defensive, einschließlich Sabine Stockhorst im Tor. Sophia Sommerrock hielt Heidergott in Schach, und Samira Brand ließ Dölle nicht zur Entfaltung kommen. Beim 9:2 war schon eine Vorentscheidung gefallen, und es spricht für die Werder-Spielerinnen, dass der Rückstand im restlichen Spiel nicht größer wurde.

Volksfeststimmung und Feierlaune in Ketsch 

Über 720 Zuschauer feierten den letzten Heimauftritt der Bären, eingebettet in ein attraktives Rahmenprogramm um den Biggest-Loser-Finalisten Christos. Rebecca Engelhardt und Saskia Fackel waren in ihrem Tatendrang kaum zu bremsen, und hätte Carmen Moser ihr Zielwasser nicht in der Kabine vergessen, wären die Gäste noch ärger unter die Räder gekommen. Dafür glänzte sie allerdings mit virtuosen Anspielen im Gegenstoß. Kate Schneider gab allen ihren Spielerinnen lange Einsatzzeiten, ohne dass es zu einer Schwächephase der Bären kam: „In den letzten Auswärtsspielen haben wir in kritischen Situationen nicht immer souverän gespielt. Heute aber hatte ich zu keiner Zeit Zweifel an unserem Erfolg, der wieder einmal die Geschlossenheit im Team unterstreicht.

In ihrem Abschiedsspiel konnte Hannah Melching noch einmal glänzen 

Nach der Pause deuteten die Bären mit einfachen Toren zum 14:7 aus der ersten Welle an, dass sie überzeugend Revanche nehmen wollten für die höchste Saisonniederlage in Bremen (33:23). Doch es waren vor allem Jenny Börsen und Jana Schaffrick, die jetzt in die Startformation gerückt waren, die sich mit großem Kampfgeist einem Kantersieg der Bären entgegenstellten. Und hätte Hannah Melching, die sich studienbedingt aus dem Leistungssport verabschiedet, nicht ihr Potenzial abgerufen, wäre es für das Schneider-Team noch einmal eng geworden. Im Schlussteil des Spiels begeisterte das Zusammenspiel der jungen Bärentalente Sophia Sommerrock, Lea Marmodee und Lara Eckhard, die mit ihren Toren die Gäste auf Abstand halten konnten.

Für die BÄREN spielten Sabine Stockhost, Hannah Melching im Tor, Sina Michels 2, Samira Brand 1, Sophia Sommerrock 5, Lea Marmodee 2, Saskia Fackel 6/1, Lara Eckhardt 3, Anna Michl, Lena Feiniler 1, Carmen Moser 1, Rebecca Engelhardt 5, Elena Fabritz.

Für Bremen trafen am besten: Jana Schaffrick 4, Jennifer Börsen 4,

Am 26.5 letztes Saisonspiel bei Aufsteiger Union Halle/Neustadt

Nach einer so erfolgreich verlaufenen Zweitligarunde reisen die Bären in zwei Wochen nach Halle, wo der Gastgeber wohl eine Aufstiegsparty feiern will. Die Bären könnten mit einem Sieg die Vizemeisterschaft vor Halle/Neustadt gewinnen, doch dieses Unterfangen wird sicherlich äußerst schwer werden. Dazu Kate Schneider: „Wir werden nach einer kräfteraubenden Saison noch einmal alles geben, auch wenn es sicherlich nicht einfach wird, in Halle zu bestehen.“

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