Handball-Fähigkeiten verbessern durch andere Sportarten

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Wer sich ein Spiel im Profihandball in der Bundesliga oder Champions League anschaut, sieht die absoluten Ausnahmekönner ihres Sports live. Bei der Frage, was diese Spieler in diese Ausnahmestellung bringt, spielen viele Faktoren eine Rolle. Einige der Fähigkeiten können durch die Ausübung anderer Sportarten leicht verbessert werden. Hier spielt zum Beispiel das Tischtennis eine Rolle.

Tischtennis als Koordinationsübung für Handballer

Man kennt es von den Übertragungen anderer Sportarten. Fußballer spielen im Training gerne einmal „Fußballtennis“, Eishockeyspieler vor ihrem Spiel unterdessen Fußball, während Formel-1-Piloten im Ausdauertraining auf den Radsport setzen. All diese Beispiele zeigen, dass sich der Horizont nicht auf den eigenen Sport beschränken muss, sondern gerne andere Sportarten umfassen darf, die sich als nützlich herausstellen, um die eigenen Fähigkeiten zu erweitern. Im Handball kommt es wie in vielen anderen Sportarten sehr auf die Koordination an, um das volle Potential eines jungen Spielers auszuschöpfen. Genau deshalb befindet sich in den Trainingsplänen der Jugendspieler ein großer Anteil der dazugehörigen Übungen. Dabei geht es vor allem um Kopplungs-, Differenzierungs-, Gleichgewichtsfähigkeit sowie Orientierung, Rhythmus, Reaktions- und Umstellungsfähigkeit.

Ein Sport, der in der Koordination eine große Hilfe darstellen kann, ist Tischtennis, das bei anderen Sportlern ohnehin besonders beliebt ist. Nicht nur sind wir in unserer Jugend alle mit einer großen Steinplatte aufgewachsen, macht das Spiel mit oder ohne Wettbewerb viel Spaß. Selbst der Deutsche Fußball Bund DFB lobt die Vorteile des Sports ausdrücklich, die mit der hohen Geschwindigkeit beginnen, in der eine Partie Tischtennis ausgetragen wird. Die Entscheidungsfindung im Bruchteil einer Sekunde ist auch im Handball von hoher Bedeutung. Je schneller und koordinierter eine Entscheidung getroffen wird, desto weniger Reaktionszeit bleibt dem Gegenspieler übrig. Dazu handelt es sich gar um einen gesundheitsfördernden Sport, der physische und pyschosoziale Ressourcen stärkt. Eine regelmäßige Partie Tischtennis kann also in vielerlei Hinsicht hilfreich sein.

Welche anderen Sportarten können Handballern helfen?Q

Neben der Koordination kommt es im Handball auch immer auf Explosivität und Schnelligkeit an. Hier hat der Handball viel mit anderen Teamsportarten gemeinsam, die zu Fuß gespielt werden. Beispiele dafür gibt es im Fußball ausreichend zu beobachten. Hier ging der Trend in den vergangenen Jahren immer mehr hin zur reinen Geschwindigkeit, um sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Bestes Beispiel ist der FC Liverpool, der mit etlichen schnellen Spielern wie Virgil van Dijk und Sadio Mane ausgestattet ist und in den Sportwetten mit einer Quote von 5,0 auf den Sieg in der Champions League eingeschätzt wird (Stand 1. April). Der FC Bayern bekam dies zuletzt im Achtelfinale des Wettbewerbs am eigenen Körper zu spüren, als der englische Konterfußball den Deutschen Meister zerlegte.

Das Stichwort lautet hier explosive Hüftstreckung. Auf diesen Aspekt kommt es auf dem Spielfeld während jeder ausgeführten Bewegung an, egal ob es sich dabei um einen Lauf am gegnerischen Kreis oder einen Sprungwurf aus dem Rückraum handelt. Allein trainiert werden sollten explosive Hüftstreckungen jedoch nur, wenn ausreichend Erfahrung vorhanden ist. Es handelt sich um eine Trainingsmethode, die falsch ausgeführt recht einfach zu Schmerzen und Verletzungen führen kann. Da das Bewegungsmuster vom zentralen Nervensystem eingeleitet wird, ist es sinnvoll, den Teil an den Beginn des Trainings zu setzen, wie es im Fußball ebenfalls der Fall ist.

Handballer können einfach aus anderen Sportarten lernen oder sich diese gar zunutze machen. Tischtennis und Fußball sind nur zwei Beispiel von Parallelen zwischen verschiedenen Disziplinen.