Abschied nehmen am letzten Spieltag

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Handball-3.Liga: Der Vizemeister SG Nußloch unterliegt zum Abschluss Groß-Bieberau/Modau mit 30:32 (14:16)

Nußloch. (bz) Das letzte Spiel der Handball-Drittliga-Saison stand ganz im Zeichen der Verabschiedung von verdienten Spielern der SG Nußloch. Die 30:32-Niederlage gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau ließ sich dabei verschmerzen, da die Vizemeisterschaft bereits seit zwei Wochen feststand.

Vor dem Anwurf überreichte Abteilungsleiter Manfred Gspandl den Spielern, die dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben oder zu einem anderen Klub wechseln, ein persönliches Geschenk. Interimstrainer Christian Job übernimmt wie geplant eine Mannschaft in seiner pfälzischen Heimat. Philipp Müller und Sebastian Körner fungieren ab sofort als Teammanager in Nußloch, Christian Buse spielt nächstes Jahr für die 1b, Lars Crocoll zieht aus studienbedingten Gründen nach Leipzig und Luca Schmitt, Lucas Gerdon sowie Max Schmitt verlassen die SGN.

Auf der Platte lieferten sich beide Mannschaften ein umkämpftes Spiel mit leichten Vorteilen für die Gäste. Zwei Mal lagen die Gastgeber in Front, allerdings nur in den Anfangsminuten. Das 4:3 durch Müller nach sieben Minuten sollte die letzte Führung des Abends bleiben. Was hauptsächlich daran lag, dass Michael Malik (13 Tore – fünf davon durch Siebenmeter) und Hrvoje Batinovic (10) von den Falken einen Sahnetag erwischten.

„Das war ein verdienter Sieg heute für Groß-Bieberau“, gratulierte Job seinem Trainerkollegen Thorsten Schmid. Nußlochs Interimstrainer, der in den letzten acht Spielen seinem alten Klub aushalf, hob hinterher seine Zufriedenheit über das Ende der Runde und seine Amtszeit hervor: „Eine Vizemeisterschaft ist immer etwas Außergewöhnliches. Dazu gehört eine gesamte Saison, deshalb würde ich die Glückwünsche gerne weitergeben an Christian Müller und die Mannschaft. Für mich persönlich war die Zeit hier noch einmal wunderschön.“

Zurück zum Spiel: Nach der ausgeglichen Anfangsphase lag Nußloch zwischenzeitlich mit bis zu vier Toren zurück. Ein Doppelschlag von Bitz per Siebenmeter und Buse in den verbleibenden 19 Sekunden vor der Pausensirene sorgte für den 14:16-Halbzeitstand.

Bis zum 26:26 nach 49 Minuten blieb die Begegnung komplett ausgeglichen, meistens gingen die Gäste in dieser Phase mit einem Tor in Front, was die Blau-Weißen umgehend ausglichen. Allerdings hatte Groß-Bieberau von da an seine stärksten Minuten und zog innerhalb von vier Zeigerumdrehungen auf 26:30 davon. Bis zum Schluss gaben sich die Einheimischen nicht geschlagen, kamen nach 28:32 dank Müller und Adrian Fritsch noch einmal auf 30:32. Die letzte Chance auf einen möglichen Punktgewinn vergab Bitz 48 Sekunden vor Schluss von der Siebenmeterlinie.

„Trotz der Vizemeisterschaft hätte mehr gehen können. Wir haben in der Vorrunde zu früh zu viele Punkte liegenlassen“, erläuterte der neunfache Torschütze vom Samstagabend in seinem Saisonfazit. Erwartungsfroh blickt er bereits in Richtung der Saison 2019/20: „Wir haben einen guten und jungen Kader.“

Nach dem Trainergespräch, der Ehrungen zur Spielerin (Marie Jörg) und zum Spieler (Marco Bitz) der Saison, heizten die „Annimels – Die Partyband“ den Besuchern im Foyer der Olympiahalle richtig ein. Als Schmankerl der besonderen Art verliehen zudem die Supporters den Abgängen ein kleines Präsent und besangen emotional das Saisonende.

SG Nußloch: M. Bitz, Lieb (beide Tor), Körner, Crocoll 2, Müller 3, Fritsch 1, Zeitz 3, M. Schmitt 3, Buse 1, K. Bitz 9/2, Gerdon 4, N. Schmitt 4, Petróczi.